Abo
  • Services:

Bitcoin-Erfinder: Satoshi Nakamoto soll es wirklich geben

Der Name des Bitcoin-Erfinders soll offenbar wirklich Satoshi Nakamoto und somit kein Pseudonym sein. Eine Reporterin von Newsweek hat einen Mann aufgespürt und über ihn geschrieben. Im Netz stoßen ihre Recherchen auf heftige Reaktionen.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Erfinder von Bitcoin, Satoshi Nakamoto, wurde aufgespürt.
Der Erfinder von Bitcoin, Satoshi Nakamoto, wurde aufgespürt. (Bild: Philippe Lopez/AFP)

Der Erfinder von Bitcoin blieb bislang weitgehend unbekannt. Selbst sein Name - Satoshi Nakamoto - wurde lange für ein Pseudonym gehalten. Jetzt hat die Journalistin Leah McGrath Goodman den Mann aufgespürt, der hinter der Kryptowährung stecken soll. Er habe mit Bitcoin nichts mehr zu tun, sagte er McGrath Goodman vor seinem Haus in Los Angeles und beendete schnell die Unterhaltung. Zwei herbeigerufene Polizisten wimmelten die Journalistin ab.

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Frankfurt am Main
  2. Bremer Rechenzentrum GmbH, Bremen

In McGrath Goodmans Artikel, der in der Onlineausgabe des US-Magazins Newsweek erschienen ist, beschreibt die Journalistin ihre Recherche. Sie habe nach dem Namen Satoshi Nakamoto gesucht und dabei einen Mann aufgespürt, der Modelleisenbahnen mag und studierter Physiker ist. Er heiße jetzt Dorian Prentice Satoshi Nakamoto. Sein Bruder bezeichne ihn als brillant, aber dass er an Bitcoin gearbeitet habe, würde er nie zugeben. Die Korrespondenz über E-Mail habe Nakamoto bereits nach der ersten Frage zu Bitcoin abgebrochen, schreibt McGrath Goodman.

Nakamoto wollte keine schattenhafte Figur sein

Ähnliches berichtet auch der Bitcoin-Kernentwickler Gavin Andresen, mit dem McGrath Goodman ebenfalls gesprochen hat. Er habe sich bis April 2011 mit einem "Satoshi Nakamoto" über die Entwicklung von Bitcoin ausgetauscht. Nakamoto habe sich besorgt darüber geäußert, dass die Kryptowährung in der Presse mit illegalen Geschäften im Internet gleichgesetzt und er als schattenhafte Figur dargestellt werde. Nakamoto habe sich gewünscht, dass Bitcoin mehr als Open-Source-Projekt wahrgenommen werde und dessen Entwickler gebührend anerkannt würden.

Als Andresen davon berichtet, er wolle sich mit der CIA treffen, um Bedenken gegen die Kryptowährung zu zerstreuen, habe Nakamoto den Kontakt vollständig abgebrochen.

Nakamoto habe mehrfach finanzielle Probleme gehabt, habe den Kredit auf sein Haus zeitweilig nicht mehr bezahlen können, will McGrath Goodman von Nakamotos Schwester erfahren haben. Sein Ärger über die Banken sei wohl einer seiner Beweggründe für die Entwicklung der Kryptowährung gewesen.

Die Jagd nach Satoshi Nakamoto

An der Jagd nach dem unbekannten Bitcoin-Erfinder beteiligten sich zahlreiche Journalisten über mehrere Jahre hinweg. Dabei fielen die Namen mehrerer Personen, die ihre Mitwirkung allesamt dementierten. Der Name Satoshi Nakamoto fiel erstmals in dem Konzeptpapier zu Bitcoin vom 24. März 2009. Nach ihm ist die kleinste Einheit von Bitcoin benannt - das Satoshi.

Inzwischen bedauert Andresen, mit McGrath Goodman gesprochen zu haben. Sie habe zu viel über das Privatleben Nakamotos erfahren und geschrieben. Im Bitcoin-Forum Bitcointalk beschweren sich Nutzer darüber, dass McGrath Goodman ihn zu Hause aufgespürt habe, obwohl er den Kontakt abgebrochen habe. Es gibt in dem Artikel auch eine Beschreibung seines Autos und Fotos von seinem Haus. Jetzt könne jeder den Mann leicht ausfindig machen, der eine Million Bitcoins besitzen soll. Erst wenn es eine signierte Transaktion von der bekannten Adresse des Bitcoin-Erfinders gebe, könne er die Geschichte glauben, schreibt dort ein Anwender.

Nachtrag vom 2. Mai 2016, 10:19 Uhr

Mittlerweile hat sich der australische Unternehmer Craigh Wright als Satoshi Nakamoto geoutet. Auch wenn noch nicht zweifelsfrei bewiesen ist, dass er der Bitcoin-Erfinder ist, sind die Hinweise darauf sehr stark. Unter anderem hat er Nachrichten mit einem kryptographischen Schlüssel aus der Bitcoin Anfangszeit signiert.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 111€ (Bestpreis!)
  2. (u. a. Logitech G Pro Gaming-Maus für 37€)
  3. (u. a. Samsung Galaxy S8 für 469€ und S8+ für 569€)

Hu5eL 07. Mär 2014

Take care, we got a Troll over there. Wenn schon, dann bitte auch Begründungen bringen.

Hu5eL 07. Mär 2014

Stimme ich zu!

Hu5eL 07. Mär 2014

wallets kaufen? Wer stellt sicher das der Verkäufer nicht noch eine Kopie besitzt? Ich...

Hu5eL 07. Mär 2014

Zwischen einem Post im GOlem-Forum und dem Mitentwickler des Bitcoins-Netzwerks gibt es...

ErikFrei 07. Mär 2014

Der gute Mann wollte ohne das allgemein Interesse der Öffentlichkeit leben. Nun hat der...


Folgen Sie uns
       


Rimac Concept Two (C_Two) angesehen (Genf 2018)

Wir haben uns auf dem Genfer Autosalon 2018 den C_Two von Rimac angesehen.

Rimac Concept Two (C_Two) angesehen (Genf 2018) Video aufrufen
Dell XPS 13 (9370) im Test: Sehr gut ist nicht besser
Dell XPS 13 (9370) im Test
Sehr gut ist nicht besser

Mit dem XPS 13 (9370) hat Dell sein bisher exzellentes Ultrabook in nahezu allen Bereichen überarbeitet - und es teilweise verschlechtert. Der Akku etwa ist kleiner, das spiegelnde Display nervt. Dafür überzeugen die USB-C-Ports, die Kühlung sowie die Tastatur, und die Webcam wurde sinnvoller.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ultrabook Dell hat das XPS 13 ruiniert
  2. XPS 13 (9370) Dells Ultrabook wird dünner und läuft kürzer
  3. Ultrabook Dell aktualisiert XPS 13 mit Quadcore-Chip

HP Z2 Mini Workstation G3 im Test: Leises Rauschen hinterm Monitor
HP Z2 Mini Workstation G3 im Test
Leises Rauschen hinterm Monitor

Unterm Tisch, auf dem Tisch oder hinter den Bildschirm geklemmt: HPs Z2 Mini Workstation ist ein potentes, wenn auch nicht gerade sehr preiswertes Komplettsystem. Den Preis ist der PC aber wert, denn er ist leise, modular und kann einfach gewartet werden. Der Admin dankt!
Ein Test von Oliver Nickel

  1. HP Pavilion Gaming Hardware für Gamer, die sich Omen nicht leisten wollen
  2. Chromebook x2 HP präsentiert Chrome-OS-Detachable mit Stift
  3. Laserjet Pro M15w und M28w HPs Laserdrucker schrumpfen auf 34 Zentimeter Länge

Digitalfotografie: Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher
Digitalfotografie
Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher

War der Anhänger wirklich so groß wie der Ring? Versucht da gerade einer, die Versicherung zu betuppen? Wenn Omas Erbstück geklaut wurde, muss die Versicherung wohl dem Digitalfoto des Geschädigten glauben. Oder sie engagiert einen Bildforensiker, der das Foto darauf untersucht, ob es bearbeitet wurde.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. iOS und Android Google lanciert drei experimentelle Foto-Apps
  2. Aufstecksucher für TL2 Entwarnung bei Leica

    •  /