Bitcoin: Coinbase geht mit schwarzen Zahlen an die Börse
Die größte US-Handelsplattform für Digitalwährungen wie Bitcoin oder Ether, Coinbase, will ihre Aktien an die New Yorker Tech-Börse Nasdaq bringen. Das in San Francisco ansässige Unternehmen beantragte die Erstnotiz am 25. Februar(öffnet im neuen Fenster) bei der US-Börsenaufsicht SEC und legte dabei im Wertpapierprospekt auch ihre jüngsten Geschäftszahlen offen. Demnach erreichte der Umsatz 2020 rund 1,3 Milliarden Dollar, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr.
Das kalifornische Unternehmen schaffte es zudem in die schwarzen Zahlen, unterm Strich machte es einen Gewinn von 322 Millionen Dollar, nach einem Minus von 30 Millionen im Vorjahr. Coinbase hat nach eigenen Angaben 43 Millionen Nutzer, von denen 2,8 Millionen mindestens einmal im Monat Transaktionen durchführen. Die Aktien sollen unter dem Tickerkürzel COIN an der Nasdaq gelistet werden.
Coinbase: Direktplatzierung an der Börse
Coinbase hatte bereits im Januar eine sogenannte Direktplatzierung bei der SEC beantragt. Dabei werden die Papiere ohne Begleitung durch Investmentbanken und ein vorheriges Preisbildungsverfahren direkt an die Börse gebracht. Mit dieser eher ungewöhnlichen, aber kostengünstigeren Variante waren zuvor schon andere größere Firmen wie der Musikdienst Spotify oder die Bürochat-App Slack erfolgreich.
Coinbase hat damit die Weichen für die erste Premiere einer großen US-Kryptowährungsbörse am öffentlichen Kapitalmarkt gestellt. Wann genau es so weit sein soll, ist allerdings weiter unklar. Dem Tech-Blog Techcrunch zufolge(öffnet im neuen Fenster) wurde das 2012 gegründete Unternehmen bei einer Finanzierungsrunde von Investoren vor gut zwei Jahren mit rund acht Milliarden Dollar bewertet. Der Kurs der größten und ältesten Kryptowährung Bitcoin hatte zuletzt einen Höhenflug.
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