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Bitcoin-Börsen: Bitpanda-Chef rechnet mit weiteren Pleiten

Das Kryptowährungs-Start-up setzt auf einen regulierten Markt. Bitpanda selbst hat gerade erst eine Bafin-Lizenz erhalten.
/ Daniel Ziegener
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Bitpanda-CEO Eric Demuth (Bild: Bitpanda)
Bitpanda-CEO Eric Demuth Bild: Bitpanda

Eric Demuth denkt nicht, dass die Insolvenz von FTX die letzte eines Kryptowährungs-Unternehmens bleiben wird."Ich bin fest davon überzeugt, dass noch einige andere unregulierte Börsen in die Pleite rutschen", sagte der Mitgründer und CEO von Bitpanda der Wirtschaftswoche(öffnet im neuen Fenster).

Das in Wien ansässige Unternehmen ermöglicht unter anderem den Handel mit Kryptowährungen, bald möglicherweise auch in Deutschland. Die Finanzaufsichtsbehörde Bafin erteilte Bitpanda eine Kryptoverwahrlizenz(öffnet im neuen Fenster). Bitpanda hat schon einen Partner auf dem deutschen Markt. Im Oktober 2022 kündigte das österreichische Unternehmen eine Kooperation mit N26(öffnet im neuen Fenster) an.

Die Bitpanda-Gründer Eric Demuth und Paul Klanschek äußerten sich im Rahmen dieser Ankündigung positiv zur Regulierung ihrer Branche.

Bitpanda stelle hohe Ansprüche an sich selbst, so Demuth. "Wir sind fest entschlossen, die richtigen Dinge zu tun. Dies ist in unserer DNA als voll regulierte Investmentplattform verankert – und meiner Meinung nach entscheidend für den langfristigen Erfolg der Branche."

Es gebe auf dem Markt noch einige "Wild-West-Player", die versuchten, einer Regulierung zugunsten des Wachstums zu entgehen. "Wachstum auf Steroiden ist nie gut", so Demuth.

Insolvenz von FTX belastet den Bitcoin-Kurs

Bitpanda musste sein Wachstum in diesem Jahr selbst nachjustieren: Im Juni 2022 entließ das Unternehmen ein Viertel seiner Belegschaft.

Damals sprachen die Gründer von Bitpanda von einem selbstverschuldeten "Hyperwachstum" des Unternehmens. Man habe zu viel neues Personal eingestellt, dieses aber nicht korrekt eingearbeitet. "Rückblickend stellen wir fest, dass unser Einstellungstempo nicht nachhaltig war."

Die erneute Diskussion über eine Regulation von Kryptowährungs-Anlageprodukten kam durch die Pleite eines der weltweit größten Anbieter FTX auf. FTX-Gründer Sam Bankman-Fried äußerte sich in einem Interview nach seinem Abschied als CEO harsch: "Scheiß auf die Regulierungsbehörden!", sagte er und warf ihnen vor, den Kunden nicht zu helfen.

Mit FTX meldete im November 2022 eine der größten Handelsplattformen für Kryptowährungen die Zahlungsunfähigkeit an.

FTX wird unter anderem der Diebstahl von Kundengeldern vorgeworfen.

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Das Insolvenzverfahren von FTX belastet auch die Kurse von Kryptowährungen: Bitcoin fiel zwischenzeitlich auf ein Zwei-Jahres-Tief. Schon seit Mai 2022 befinden sich Kryptowährungen in einem anhaltenden Kurstief.

Daher geht Eric Demuth davon aus, dass Bitpanda in diesem Jahr keine Gewinne erzielen wird. "Da muss man sich keine Illusion machen: Kein Fintech wird an die Ergebnisse von 2021 herankommen", sagte er Finance Forward(öffnet im neuen Fenster).

Im deutschsprachigen Raum meldete in diesem Jahr das Unternehmen Nuri Insolvenz an.


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