Bitblaze Titan samt Baikal-M: Russischer Laptop mit russischem Chip ist fast fertig

Der Bitblaze Titan BM15 nähert sich seiner Fertigstellung: Der Laptop existiert als lauffähiges Vorabmodell(öffnet im neuen Fenster) , wie Yana Brysh vom russischen Hersteller Prombit im sozialen Netzwerk VK zeigt. Dabei geht sie auch kurz auf die Performance und die Akkulaufzeit ein, die beide aber nicht wirklich überzeugen.
Bei dem Notebook handelt es sich um ein in Russland entwickeltes Gerät, in dem auch ein in Russland entworfener Prozessor steckt. Das Bitblaze Titan BM15(öffnet im neuen Fenster) ist ein 15-Zöller mit einem IPS-Display, das mit 1.920 x 1.080 Pixeln auflöst. Neben zwei USB 3.2 Gen1, einem USB-C und HDMI gibt es Ethernet (Gigabit?) sowie eine Audioklinke.
Laut Hersteller hat das Bitblaze Titan BM15 einen Steckplatz für eine 2,5-Zoll- und eine M.2-SSD, außerdem zwei für SO-DIMM-DDR4-Arbeitsspeichermodule. Ein Blick in das wild aussehende Innere des Laptops(öffnet im neuen Fenster) zeigt zwar Ersteres, aber keinen Slot für eine M.2-Karte oder RAM. Der Akku soll 6.000 Milliamperestunden aufweisen, wobei die Spannung unbekannt ist.
Russisches ARM-SoC mit 28-nm-Fertigung von TSMC
Als Prozessor wird der Baikal-M verwendet, der Chip integriert acht ARM-basierte Cortex-A57 mit 1,5 GHz und eine Mali-T628-MP8 als Grafikeinheit. Dazu gibt es ein 128 Bit breites Interface für DDR3- oder DDR4-Speicher, einen dedizierten Block für Video-Decoding sowie PCIe Gen3 x16 und einen Sata-Controller.
Laut Yana Brysh ist der Bitblaze Titan BM15 schnell genug für Office-Arbeiten und Medienkonsum bei Youtube, die von ihr genannte Akkulaufzeit fällt mit fünf Stunden allerdings kümmerlich aus. Wann das Notebook in den Handel kommen soll und zu welchem Preis, ist bisher nicht bekannt.
Der Baikal-M soll 2023 durch den Baikal-L abgelöst werden. Der Leistungssprung dürfte immens ausfallen, da vier Cortex-A710 statt acht Cortex-A57 verwendet werden. Hinzu kommt eine Mali-G52 statt einer Mali-T628-MP8 als Grafikeinheit, das Speicherinterface nutzt LPDDR4X statt DDR4, und es wird PCIe Gen5 unterstützt. Für die Security-Enklave wurde ein eigenes RISC-V-Subsystem entwickelt.



