Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Bis zu 45 Prozent günstiger: Anthropic senkt Kosten für Fable 5.1

Anthropic lockert bei Fable 5.1 einzelne Sicherheitsfilter und verbessert die Leistung bei agentischen Aufgaben.
/ Mike Faust
Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Im firmeneigenen Terminal-Bench-4.0-Benchmark von Anthropic übetrifft Fable 5.1 die Version 5 deutlich. (Bild: Reuters)
Im firmeneigenen Terminal-Bench-4.0-Benchmark von Anthropic übetrifft Fable 5.1 die Version 5 deutlich. Bild: Reuters

Anthropic hat die Versionen 5.1 für Claude Fable und Claude Mythos veröffentlicht. Wie das Unternehmen in einem Blogbeitrag erklärt(öffnet im neuen Fenster), soll Fable 5.1 vor allem bei langen agentischen Aufgaben leistungsfähiger werden und zugleich weniger kosten.

Ein Cache-Read kostet mit Fable 5.1 noch 0,25 US-Dollar pro eine Million Tokens, womit der Preis für bereits verarbeitete und zwischengespeicherte Eingaben um 75 Prozent sinkt. Laut dem Unternehmen liegt die Ersparnis gegenüber Fable 5 dadurch bei typischen Aufgaben bei rund 25 Prozent, bei stark agentischen Arbeitsabläufen bei bis zu 45 Prozent.

Die regulären Preise bleiben bei 10 US-Dollar für eine Million Input-Tokens und 50 US-Dollar für eine Million Output-Tokens. Mit der Preisanpassung reagiert Anthropic auf den Umstand, dass Fable 5 bei Unternehmenskunden bislang wenig Umsatz erzielt und diese günstigere Claude-Modelle bevorzugen.

Fable 5.1 soll komplexe Aufgaben länger bearbeiten

Über die Verbesserungen von Fable 5.1 gibt Anthropic die Fortschritte beim Programmieren, bei der Wissensarbeit und bei lange laufenden Aufgaben an. Im firmeneigenen Terminal-Bench-4.0-Test soll Fable 5.1 55,8 Prozent erreichen, bei Fable 5 sind es 42 Prozent. Beim wissenschaftlichen Benchmark Terminal-Bench-Science steigt das Ergebnis nach Angaben des Unternehmens von 24,7 auf 52,6 Prozent.

Fable 5.1 und Mythos 5.1 basieren auf demselben Modell. Während Fable stärkere Schutzmechanismen enthält und allgemein verfügbar ist, besitzt Mythos weniger Einschränkungen, etwa für Cybersecurity, bleibt aber geprüften Organisationen vorbehalten.

Anthropic lockert allerdings auch einzelne Sicherheitsfilter bei Fable 5.1, wodurch das Modell künftig auch nach Software-Schwachstellen suchen darf. Penetrationstests, das Erstellen von Exploits und bestimmte weitere Aufgaben werden aber weiterhin an andere Claude-Modelle weitergeleitet. Die Cybersecurity-Schutzmechanismen sollen laut dem Unternehmen nun im Schnitt rund 60 Prozent seltener fälschlich eingreifen.

Für Unternehmenskunden kündigt Anthropic zudem Enterprise Frontier Safeguards an. Dabei sollen überwachte Daten anstatt bei Anthropic in einer vom Kunden kontrollierten Cloudinfrastruktur gespeichert werden können. Fable 5.1 ist bereits über Claude, die API-Anbindung sowie Amazon Web Services, Google Cloud und Microsoft Azure verfügbar.

Fast täglich gibt es Neues aus der KI-Welt – ein neues Produkt hier, aktuelle Forschung da: Vielleicht ist es ein Durchbruch! Doch wie ist das zu bewerten? Mit dem Golem-Newsletter AI Lab Report behaltet ihr den Überblick über die wichtigsten Entwicklungen. Der Newsletter ist kostenlos, ihr könnt ihn hier abonnieren.


Relevante Themen