Bis zu 200 kW Ladeleistung: Rivian will Ladenetz im Tesla-Stil aufbauen

Tesla als Vorbild: Das US-Startup Rivian(öffnet im neuen Fenster) plant ein eigenes Ladenetzwerk für seine Elektrofahrzeuge, das aus Schnellladesäulen mit 200 Kilowatt (kW) Ladeleistung bestehen soll. Es wird ergänzt durch Wechselstrom-Ladesäulen, die bei längeren Aufenthalten genutzt werden können, um die Akkus der Fahrzeuge wieder zu laden. Damit orientiert sich Rivian an Teslas Netz von Super- und Destination Chargern. Zunächst wird das Rivian Adventure Network in den USA und Kanada gebaut.



Das Netzwerk wird Exklusivcharakter haben, Elektrofahrzeuge anderer Hersteller sollen an den Säulen nicht laden können. Bis Ende 2023 sollen es 3.500 Ladepunkte mit Gleichstromsystemen an 600 Standorten sein. Zunächst soll die Ladeleistung bei 200 kW liegen, später bei 300 kW. Die Wechselstromlader werden als Rivian Waypoints bezeichnet, wobei davon bis Ende 2023 etwa 10.000 Stück aufgebaut sein sollen. In den staatlichen Parks in Colorado sollen die ersten an den Parkplätzen entstehen. Geladen wird, während die Besitzer ihrem Freizeitvergnügen nachgehen. Was das Laden kosten wird, ist nicht bekannt.
Zwei Fahrzeuge im Sortiment
Rivian plant zunächst zwei Fahrzeuge. Der R1T ist ein elektrischer Pick-up, der R1S hat eine größere Passagierkabine. Die Elektrogeländefahrzeuge passen preislich ins Luxussegment , sollen jedoch robust und gut im Gelände sein. Die Preise starten bei 70.000 US-Dollar und reichen bis zu 77.500 US-Dollar. Wie üblich werden die Preise in den USA netto angegeben – ein Umrechnen zum Wechselkurs ist also nicht sinnvoll. Alle Fahrzeuge sollen mehr als 300 Meilen (480 km) mit einer Akkuladung fahren können. Die beiden Fahrzeuge sollen etwa Mitte 2021 ausgeliefert werden.