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Bis zu 115.000 Stellen: VW-Betriebsrat befürchtet hohe Jobverluste in Deutschland

VW-Chef Oliver Blume deutet die Streichung von weiteren 25.000 Stellen bei VW in Deutschland an. Die Schließung von vier Werken ist nicht vom Tisch.
/ Friedhelm Greis
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Dem VW-Konzern steht noch ein großer Umbau bevor. (Bild: Axel Schmidt/Reuters)
Dem VW-Konzern steht noch ein großer Umbau bevor. Bild: Axel Schmidt/Reuters

Beim Autohersteller Volkswagen herrscht weiterhin Unklarheit über den Umfang der geplanten Sparmaßnahmen und deren Auswirkungen auf deutsche Beschäftigte. Laut einem Bericht des Handelsblatts(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) rechnet Gesamtbetriebsratschefin Daniela Cavallo im Extremfall mit bis zu 115.000 gefährdeten Arbeitsplätzen. Das könnte der Fall sein, wenn bis zu vier Werke hierzulande geschlossen werden müssten.

Konzernchef Blume erläuterte dem Bericht zufolge auf einer Betriebsversammlung im Stammwerk Wolfsburg Details, wie stark die deutschen Werke betroffen sein könnten. "Aus heutiger Sicht entfällt etwa die Hälfte des Anpassungsbedarfs auf Deutschland", sagte Blume. Da intern von 50.000 Stellen weltweit die Rede ist, würde das zunächst 25.000 Arbeitsplätze in Deutschland betreffen.

Vier Werke gefährdet

Für Cavallo addieren sich diese 25.000 Stellen zu den bereits vereinbarten 50.000 Jobs, die bei den Marken VW, Audi, Porsche und der Software-Tochter Cariad bis 2030 sozialverträglich wegfallen sollen. Weitere 40.000 Stellen könnten wegfallen, wenn die VW-Werke Emden, Zwickau und Hannover sowie das Audi-Werk Neckarsulm geschlossen werden sollten.

Eine Bestandsgarantie gibt Blume für die Werke weiterhin nicht ab. In Wolfsburg verwies er dem Bericht zufolge darauf, dass VW für die vier Werke derzeit keine "wettbewerbsfähige Belegung" für die 2030er Jahre darstellen könne. In den kommenden sechs bis zwölf Monaten sollen "belastbare Perspektiven für alle Standorte" entstehen. Noch seien keine Schließung beschlossen worden. Diese blieben "immer die letzte und teuerste Lösung".

Das Werk im sächsischen Zwickau wurde als erstes VW-Werk vollständig auf die Produktion von E-Autos umgestellt. Auch in Emden laufen seit 2024 ausschließlich Elektroautos vom Band: die VW-Modelle ID.4, ID.7 und ID.7 Tourer. In Hannover wird unter anderem der ID.Buzz produziert. Nach der Betriebsversammlung in Wolfsburg sollen weitere Versammlungen in den anderen VW-Werken folgen.


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