Bis Jahresende: Telefónica muss noch über 2.500 4G-Stationen errichten

Erneut erreicht Telefónica ein Teilziel beim LTE-Ausbau. Doch bis Jahresende bleibt noch viel zu tun.

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5G-Start mit wenigen Gästen
5G-Start mit wenigen Gästen (Bild: Telefónica Deutschland)

Telefónica hat eine mehrfach verlängerte Frist der Bundesnetzagentur für den LTE-Ausbau erfüllt. Das gab das Unternehmen am 5. Oktober 2020 bekannt. Nun sei das nächste Ziel, bei einer Gesamtvorgabe von 7.600 4G-Stationen, bis Ende des Jahres zu erreichen. Insgesamt habe O2 seit Jahresbeginn 5.089 neue 4G-Stationen errichtet.

Mit der zweiten Vorgabe habe O2 nun 65 Prozent der von der Bundesnetzagentur bis Ende des Jahres geforderten Stationen erreicht. "Wir sind sehr zuversichtlich, bis Jahresende unsere Ausbauziele zu erreichen", erklärte Markus Haas, Chef von Telefónica Deutschland/O2. Durch den verspäteten Netzausbau drohte dem Betreiber eine Zeitlang ein Zwangsgeld in Höhe von 600.000 Euro durch die Bundesnetzagentur, was jedoch bislang abgewendet wurde. In der Zuteilung der im Jahr 2015 versteigerten Frequenzen hatte die Bundesnetzagentur die Auflage erteilt, dass ab Beginn des laufenden Jahres 98 Prozent der Haushalte bundesweit und 97 Prozent der Haushalte je Bundesland mit einer Mindestdatenrate von 50 MBit/s pro Antennensektor versorgt werden müssen. Die Hauptverkehrswege sollten vollständig versorgt sein.

Bei der Versorgung entlang der Verkehrswege stellten sich Herausforderungen wie das Erschließen möglicher Standorte, das Berücksichtigen von Naturschutzvorgaben sowie die Koordination mit anderen Beteiligten. Telefónica stehe mit den Beteiligten wie etwa den Bahngesellschaften in "intensivem Austausch" und mache hier Fortschritte, erklärte der Netzbetreiber.

Telefónica: 5G-Netz eingeschaltet

Gemeinsam mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder schaltete Haas am vergangenen Wochenende als letzter der drei bestehenden Betreiber ein 5G-Netz ein. Bei der Veranstaltung waren wegen der Coronapandemie nur wenige Topmanager eingeladen. O2 startete das 5G-Netz in den fünf größten Metropolen des Landes, in München, Berlin, Hamburg, Köln und Frankfurt und in zehn weiteren Städten, darunter Düsseldorf, Stuttgart, Essen und Potsdam. "Mit unserem 5G-Netz gehen wir zügig in die Fläche. Wir starten am Tag der Einheit sozusagen mit 5+10 Städten und erschließen uns auch schnell ländlich geprägte Gebiete", erklärte Haas. Frequenzen, die derzeit noch für 3G genutzt werden, werden sukzessive für das 5G-Netz umgewidmet. Telefónica Deutschland startete mit 150 5G-Standorten und insgesamt rund 450 Antennen.

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