Bis Ende 2026: Deutscher Online-Identitätsdienstleister stellt Betrieb ein
Der Identitätsdienstleister und Wallet-Anbieter Verimi wird seinen Geschäftsbetrieb bis zum Ende des Jahres 2026 einstellen. Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung erklärt(öffnet im neuen Fenster), handelt es sich dabei um eine strategische Entscheidung, die auf der Bewertung der Erfolgsaussichten von Verimi im Markt für digitale Identitätslösungen in Europa beruht.
Dabei hätten neue europäische Rahmenbedingungen für den Umgang mit digitalen Identitätsdaten, etwa die Novellierung der eIDAS-Verordnung (Rechtsrahmen für die grenzüberschreitende Nutzung elektronischer Identitäten) und die neuen europaweiten Standards zur Verhinderung von Geldwäsche im Finanzsektor (Anti-Money Laundering Regulation, AMLR), eine Rolle gespielt.
Oberstes Ziel sei es nun, für die betroffenen Angestellten Lösungen zu finden, so das Unternehmen. Stefan Imme, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Verimi GmbH, erklärt dazu: "Diese Entscheidung haben wir uns nicht leicht gemacht. Sie ist insbesondere mit Blick auf das engagierte Team in Berlin äußerst schmerzhaft, angesichts der neuen strategischen Rahmenbedingungen jedoch der richtige Weg."
Verimi wurde im Jahr 2018 unter Beteiligung mehrerer Unternehmen, darunter Lufthansa, Deutsche Bank, Allianz und Telekom, gegründet, um ein europäisches System für das vertrauenswürdige Identitätsmanagement im Internet anzubieten. Das Basisangebot war ein Single Sign-on für Online-Angebote. Später entwickelte das Unternehmen unter anderem auch GesundheitsIDs für verschiedene Krankenkassen.
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