Bis Ende 2022: VW-Manager müssen wegen Chipkrise Verbrenner fahren
Volkswagen investiert viel Geld beim Umstieg auf die Elektromobilität, doch ausgerechnet die eigenen Manager können nicht demonstrieren, dass sie diesen Kurs mittragen. Bis voraussichtlich Ende 2022 können sie keine Dienstwagen mit Elektroantrieb bestellen. Der Grund ist die Chipkrise.
Wie der Spiegel berichtet, müssen Volkswagens Führungskräfte mit Benzin- und Dieselautos vorliebnehmen. E-Autos und Hybridmodelle würden als Dienstwagen voraussichtlich bis Ende 2022 nicht bestellbar sein , teilte der Autohersteller seinen rund 18.000 Managerinnen und Managern diese Woche per E-Mail mit.
Die Auslieferung bestimmter Fahrzeuge, heißt es darin, werde sich "zum Teil erheblich verzögern" , auch wegen " begrenzter Teileverfügbarkeit" und Kurzarbeit.
Volkswagen will vornehmlich seine Kunden mit Elektroauto beliefern, die diese offenbar sehr gut nachfragen. In den ersten neun Monaten des Jahres 2021 seien 167.800 E-Autos der Kernmarke ausgeliefert worden, gut 30.000 mehr als im Gesamtjahr 2020. Die Produktion sei voll ausgelastet, das E-Auto-Werk im sächsischen Zwickau arbeite im Dreischichtbetrieb.
Volkswagen hatte Anfang 2021 seine Manager dazu aufgerufen, möglichst CO2-freundliche Autos als Dienstwagen auszuwählen. Sogar Sanktionen für Manager, die keine E-Autos fahren wollen, standen im Raum.
VW-Chef Herbert Diess hatte über das Karrierenetzwerk LinkedIn dazu aufgerufen, von Benzin- und Dieselfahrzeugen auf E-Autos umzusteigen. Einen Verbrenner zu fahren sei bis zu 50 Prozent teurer als der Betrieb eines Stromers, schrieb Diess auf Bezug zu Berechnungen der Autozeitung(öffnet im neuen Fenster) .
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