Bis auf 6.500 Meter: Schweizer Team stellt Höhenrekord für Elektroautos auf
So weit nach oben ist noch nie ein Elektroauto gefahren: Das Schweizer Peak Evolution Team hat in Chile einen Rekord aufgestellt.
Das dreiköpfige Team fuhr mit einem elektrischen Lkw den Westkamm des Ojos del Salado, des höchsten aktiven Vulkans der Erde, hinauf. Die Fahrt endete auf 6.500 Metern über Meereshöhe. "Das ist ein Rekord für die Technik, für unsere jahrelange Forschungsarbeit und für die Zukunft der Mobilität" , sagte Patrik Koller(öffnet im neuen Fenster) , Vorstand bei Peak Evolution. "Wir hoffen, durch diesen Erfolg mehr Aufmerksamkeit für alternative Antriebe und deren Einsatz im Bergbau oder bei anderen, anspruchsvollen Transportaufgaben zu generieren."
Das Rekordfahrzeug basiert auf dem Transporter Aebi VT450, der mit dem Antriebsstrang des Schweizer Unternehmens Terren(öffnet im neuen Fenster) ausgestattet wurde. Terren hat ihn für den Kommunalbereich, den Bergbau, die Forst- und Landwirtschaft entwickelt. Peak Evolution(öffnet im neuen Fenster) ist ein Projekt von Terren. Die Vorbereitung für die Fahrt dauerte vier Jahre.
Das Fahrzeug hat einen 240 Kilowatt starken Allradantrieb mit zwei Motoren. Der Akku mit einer Kapazität von 90 Kilowattstunden ermöglicht eine Reichweite von etwa 200 Kilometern.
Da die Rekordfahrt fernab ab der Zivilisation stattfand, wurde eine Solaranlage installiert: Auf dem Dach sind 8 Quadratmeter installiert. Hinzu kommen 28 Quadratmeter, die ausgelegt werden können. Zusammen liefern sie eine Spitzenleistung von 10,7 Kilowatt.
Das Fahrzeug wurde zunächst aus der Schweiz nach Rotterdam und von dort per Seefracht nach Chile transportiert. Anschließend ging es über Land in die Region Atacama. Die Rekordfahrt startete am Salzsee Maricunga auf 3.400 Metern Höhe. Nach ersten Erkundungstouren und einer Eingewöhnung am Berg ging es los: Ende November brach das Team den Rekord für Elektrofahrzeuge – auf 6.000 Metern. Eine Woche später ging es dann noch einmal 500 Meter höher, ausschließlich betrieben mit Solarstrom.
"Trotz dieser extremen Bedingungen ist es gelungen, mit unserem eigens entwickelten Fahrzeug höher zu fahren als je ein E-Fahrzeug – ganz zu schweigen von einem solarbetriebenen" , sagte Koller.
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