Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Bis 2030: VW plant Abbau von 50.000 Stellen in Deutschland

Der VW -Konzern hat wegen Porsche und Trump seinen Gewinn halbiert. Allein die Softwaretochter Cariad machte 2,2 Milliarden Euro Verlust.
/ Friedhelm Greis
26 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Produktion eines selbstfahrenden ID.Buzz im VW-Werk Hannover (Bild: Fabian Bimmer/Reuters)
Produktion eines selbstfahrenden ID.Buzz im VW-Werk Hannover Bild: Fabian Bimmer/Reuters
Inhalt
  1. Bis 2030: VW plant Abbau von 50.000 Stellen in Deutschland
  2. Die Kooperation mit Rivian macht 'große Fortschritte'

Der Autohersteller Volkswagen plant einen deutlich höheren Stellenabbau als bislang bekannt. "In Summe sollen im Volkswagen-Konzern bis 2030 rund 50.000 Stellen in Deutschland wegfallen" , schrieb der Vorstandsvorsitzende Oliver Blume in einem Brief an die Aktionäre(öffnet im neuen Fenster) . Im Herbst 2024 hatte das Management mit dem Betriebsrat den Abbau von 35.000 Stellen bis 2030 vereinbart .

Dem aktuellen Geschäftsbericht(öffnet im neuen Fenster) zufolge arbeiteten für die Kernmarke Volkswagen zum Jahresende 101.000 Mitarbeiter in Deutschland, für den gesamten Konzern, zu dem auch die Marken Porsche und Audi gehören, waren es 260.300 Mitarbeiter. In den Jahren 2024 und 2025 seien bereits 15.000 Stellen weggefallen.

Dem Geschäftsbericht zufolge sank 2025 der operative Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um 53 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro. Dabei blieben der Umsatz mit knapp 322 Milliarden Euro und der Absatz von neun Millionen Fahrzeugen stabil.

Die Neuausrichtung von Porsche und die Minderung des Firmenwertes trugen zu einem Sondereffekt in Höhe von 4,7 Milliarden Euro bei. Die Auswirkungen der US-Zölle werden mit 2,9 Milliarden Euro beziffert. Die Ausgleichszahlungen für CO 2 -Emission summierten sich 2025 auf 500 Millionen Euro, wobei im dritten Quartal sogar ein Plus von 100 Millionen Euro verbucht wurde.

Weiter hohe Verluste bei Cariad

Hohe Verluste laufen weiterhin bei der Softwaretochter Cariad auf. Der operative Verlust sank demnach im Vergleich zum Vorjahr nur leicht von 2,4 auf 2,2 Milliarden Euro. Die Umsatzerlöse seien jedoch auf 1,8 Milliarden Euro gestiegen, "vor allem durch erfolgreiche Software-Lieferungen an Konzernmarken" .


Relevante Themen