Bis 2030: OpenAI erwartet weitere Milliardenverluste
OpenAI rechnet für den Zeitraum von 2026 bis 2030 mit einem negativen freien Cashflow von 278 Milliarden US-Dollar. Laut Financial Times(öffnet im neuen Fenster) werden die hohen Ausgaben vor allem mit Investitionen in Rechenzentren begründet.
Im gleichen Zeitraum sollen die Einnahmen verzehnfacht und 2030 Gesamterträge von 840 Milliarden US-Dollar im Jahr erzielt werden. Die erwarteten Ausgaben werden diesen Betrag aber dennoch weit übersteigen, weshalb OpenAI seine Investoren dazu auffordert, den aggressiven Ausgabenkurs weiter mitzutragen.
Um diesen gewaltigen Finanzbedarf zu decken, befindet sich das aktuell mit 852 Milliarden US-Dollar bewertete KI-Labor in Gesprächen über eine neue große Finanzierungsrunde. Während Geldgeber eine Bewertung von 1,2 Billionen US-Dollar anboten, drängt OpenAI auf eine noch höhere Summe.
Große Technologiekonzerne von OpenAI abhängig
Die Sicherung des Kapitals ist entscheidend für das Fortbestehen der Finanzvereinbarungen und Hardware-Deals, die OpenAI zur Sicherung der knappen Rechenleistung aufgebaut hat. Große Technologiekonzerne wie Nvidia, Oracle und die Rechenzentrumssparte von Softbank sind für ihre zukünftigen Umsätze stark von Aufträgen durch OpenAI abhängig.
Parallel dazu hat das Unternehmen seine Pläne für einen schnellen Gang an die Börse vorerst gestoppt. Ursprünglich strebte das Unternehmen einen Börsengang (IPO) im Herbst 2026 an und reichte im Juni bereits die Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC ein. Das Verfahren wurde jedoch ausgesetzt, wobei das Unternehmen auf wachsende öffentliche Bedenken bezüglich der Risiken sich rasch entwickelnder KI-Systeme verwies.
Unter Investoren heißt es jedoch, dass die Verschiebung durch Befürchtungen begründet sei, wie die öffentlichen Märkte auf das stark verlustbringende Unternehmen reagieren könnten. Während OpenAI gegenüber der Financial Times eine Stellungnahme verweigerte, bereitet sich Konkurrent Anthropic weiterhin auf einen Börsengang im Herbst 2026 vor.
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