Bioware: Weltraumabenteuer Mass Effect Andromeda nun ohne Denuvo

Bei Version 1.09 von Mass Effect Andromeda gibt es einen nicht in den Patch Notes dokumentierten Punkt: Bei der PC-Fassung wurde Denuvo entfernt. Bei einer früheren Version hatte es Entwickler Bioware noch mit einem Update der Anti-Tamper-Software versucht.

Artikel veröffentlicht am ,
Bioware verlässt sich bei Andromeda nun auf die Bordmittel von Origin.
Bioware verlässt sich bei Andromeda nun auf die Bordmittel von Origin. (Bild: Bioware)

Vor ein paar Tagen hat Bioware Version 1.09 für Mass Effect Andromeda für Xbox One, Playstation 4 und Windows-PC veröffentlicht. Nun hat sich herausgestellt, dass eine Änderung bei der PC-Fassung nicht in den Patch Notes aufgeführt ist: Das Update entfernt auch die aus technischer Sicht zwar unproblematische, bei Nutzern aber trotzdem unbeliebte Anti-Tamper-Software Denuvo. Das hat unter anderem Dsogaming.com herausgefunden.

Stellenmarkt
  1. Kundenberater:in First Level Support (w/d/m) für Business Lösungen
    Haufe Group, Freiburg im Breisgau
  2. Softwareentwickler Integrierte Entwicklungsumgebung (IDE) (m/w/d)
    Atruvia AG, Karlsruhe, München, Münster
Detailsuche

Das im März 2017 veröffentlichte Rollenspiel Andromeda kam mit einer eigentlich veralteten Version von Denuvo auf den Markt, die entsprechend schnell geknackt wurde. Wenig später hatte Bioware mit einem Patch die damals neueste Version der Software mitinstalliert. Warum Bioware nun ganz auf das System verzichtet, ist unklar. Andromeda wird nun offenbar nur noch durch die bei der Plattform Origin integrierten Maßnahmen vor unerlaubter Vervielfältigung geschützt, die für Cracker relativ einfach zu umgehen sind.

Möglicherweise lohnt sich schlicht der Aufwand für Denuvo nicht mehr. Bei Titeln wie Mass Effect Andromeda findet ein Großteil der Nachfrage in den ersten paar Monaten statt. Und weil es derzeit so aussieht, als würde Bioware keine größere Erweiterung für den Titel produzieren, dürfte es auch keine weiteren Kaufwellen geben. Immerhin: Das Update auf Version 1.09 bringt relativ viele Verbesserungen, auch an den umstrittenen Gesichtsanimationen und in Zwischensequenzen.

Denuvo ist kein klassischer Kopierschutz wie der ältere, berühmt-berüchtigte SecuROM, der etwa das Vervielfältigen der Disc verhindert. Stattdessen soll Denuvo - der österreichische Hersteller spricht von Anti-Tamper-Software - verhindern, dass etwa die Online-DRM-Maßnahmen von Plattformen wie Steam und Origin umgangen werden.

Golem Akademie
  1. First Response auf Security Incidents: Ein-Tages-Workshop
    14.11.2022, Virtuell
  2. Linux-Systeme absichern und härten: virtueller Drei-Tage-Workshop
    07.-09.06.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Im Gespräch mit Golem.de hatte Denuvo-Chef Reinhard Blaukovitsch Ende 2016 gesagt, dass sein Unternehmen den Entwicklern keine Garantie oder etwas Ähnliches gebe, dass ihre Software den Bemühungen der Cracker möglichst lange standhalte. "Wir geben unser Bestes und erledigen unseren Job, so gut es geht", so Blaukovitsch. In der Vergangenheit hatten mehrere Entwickler die Software per Patch von ihrem Spiel entfernt, nachdem sie geknackt worden war - etwa beim Mitte 2016 veröffentlichten Doom.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


M.Kessel 12. Jul 2017

Mit anderen Worten: Mass (D)effect Andromeda ist jetzt jenseits von tot. 5 Euro...

datenmuell 10. Jul 2017

Ich habe einen PC, keine PS4. Damit fällt Dein genanntes Spiel erst mal weg. Auf dem PC...

blaub4r 10. Jul 2017

SIM City war auch meine größte Enttäuschung bei EA. Wir hatten und alle so schön gefreut...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Forschung
Blaualge versorgt Computer sechs Monate mit Strom

Ein Forschungsteam hat einen Mikroprozessor sechs Monate ununterbrochen mit Strom versorgt. Die Algen lieferten sogar bei Dunkelheit.

Forschung: Blaualge versorgt Computer sechs Monate mit Strom
Artikel
  1. Altris: Kathodenmaterial für Natrium-Ionen-Akkus kommt aus Schweden
    Altris
    Kathodenmaterial für Natrium-Ionen-Akkus kommt aus Schweden

    Eine europäische Firma will vom Lithium wegkommen. Bis 2023 soll eine Pilotfabrik für Akku-Kathoden mit einer Kapazität von bis zu 1 GWh pro Jahr entstehen.
    Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  2. Renault: Moskwitsch könnte elektrisch wiederkommen
    Renault
    Moskwitsch könnte elektrisch wiederkommen

    Renault verkauft seine Anteile am Russlandgeschäft an die Stadt Moskau. Die hat schon genaue Pläne, welche Fahrzeuge vom Band rollen sollen.

  3. EC-Karte: Trotz Kartensperre können Diebe stundenlang Geld abheben
    EC-Karte
    Trotz Kartensperre können Diebe stundenlang Geld abheben

    Eine Sperre der Girocard wird nicht immer sofort aktiv. Verbraucher können sich bereits im Vorfeld schützen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 46% Rabatt auf Mäuse & Tastaturen • Grafikkarten günstig wie nie (u. a. RTX 3080Ti 12GB 1.285€) • Samsung SSD 1TB (PS5-komp.) + Heatsink günstig wie nie: 143,99€ • Microsoft Surface günstig wie nie • Jubiläumsangebote bei MediaMarkt • Bosch Prof. bis zu 53% günstiger[Werbung]
    •  /