Abo
  • Services:
Anzeige
Pflastersensor (Symbolbild): größere Auswahl an Sensoren, höhere Auflösung
Pflastersensor (Symbolbild): größere Auswahl an Sensoren, höhere Auflösung (Bild: John Rogers/UIUC)

Bionik: Künstliche Haut bekommt Gefühle

Pflastersensor (Symbolbild): größere Auswahl an Sensoren, höhere Auflösung
Pflastersensor (Symbolbild): größere Auswahl an Sensoren, höhere Auflösung (Bild: John Rogers/UIUC)

Druck, Wärme, Feuchtigkeit: Eine neuartige künstliche Haut soll die gleichen Empfindungen ermöglichen wie echte Haut. Und sie soll sich genauso anfühlen.

Anzeige

Gefühle für eine Roboterhand: Forscher aus Südkorea und den USA haben eine Haut für bionische Prothesen entwickelt. Das Neue daran ist nicht die Haut selbst, sondern die Dichte und die Art der Sensoren, die die Auflösung echter Haut nachbilden sollen.

Die intelligente Haut sei mit ultradünnen Sensoren ausgerüstet. Diese erfassen Dehnung, Druck und Temperatur. Hinzu kommen Sensoren, die Feuchtigkeit erkennen, sowie Elektroden-Anordnungen für die Nervenstimulation. Damit die Haut realistisch wirkt, sind darin auch Aktoren integriert, die sie auf die normale Hauttemperatur aufheizen.

Mehr Eindrücke, höhere Auflösung

Bisherige Hautimitate hatten vor allem Sensoren, die Druck erkennen. Sie verhindern, dass der Träger der Prothese Gegenstände, die er greift, zerbricht. Die Haut, die die Forscher von der Universität der südkoreanischen Hauptstadt Seoul entwickelt haben, verfügt über eine größere Auswahl an Sensoren und eine höhere Auflösung: 400 davon passen dabei auf einen Quadratmillimeter.

Diese Vielfalt an Sensoren "ermöglicht eine stark lokalisierte, hautartige mechanische und thermale Wahrnehmung externer Stimuli", schreiben die Forscher um Dae-Hyeong Kim in der Fachzeitschrift Nature Comunications. Das eröffne neue Möglichkeiten für die Entwicklung von robotischen Prothesen sowie von Schnittstellen zum Nervensystem.

Gewendelte Sensoren

Die Haut besteht aus Polymer, das mit Sensoren durchsetzt ist. Diese bestehen aus Gold oder einkristallinem Silizium. Damit die Sensoren bei Verformung nicht brechen oder reißen, sind sie in Serpentinen angeordnet - und zwar in verschiedenen, da die Haut an verschiedenen Stellen der Hand unterschiedlich gedehnt wird.

Die Forscher hatten dazu eigens die Bewegungen einer Hand mit einer Kamera aufgezeichnet. Sie analysierten die Aufnahmen und gestalteten die Serpentinen für die verschiedenen Bereiche der Hand dann entsprechend.

Die Forscher haben bisher nur einen groben Test mit der künstlichen Haut durchgeführt: Sie haben sie an den sensorischen Kortex im Gehirn einer Ratte angeschlossen. Dabei konnten sie eine Reaktion auf Stimulationen der Sensoren feststellen. Allerdings sagen diese Ergebnisse nichts darüber aus, ob oder in welchem Maß die Ratte Druck, Wärme oder Feuchtigkeit gespürt hat. Um das festzustellen, bedürfe es größerer Tiere, sagte Kim dem US-Wissenschaftsmagazin Technology Review. Diese Tests sind für die Zukunft geplant.


eye home zur Startseite
Lala Satalin... 11. Dez 2014

Lt. Commander Data. o:



Anzeige

Stellenmarkt
  1. OPERATIONAL SERVICES GMBH & CO. KG, Berlin, Dresden, Frankfurt am Main, München
  2. Carl Büttner GmbH & Co. KG, Bremen
  3. über Hanseatisches Personalkontor Bremen, Stuttgart
  4. über Hanseatisches Personalkontor Bodensee, Rottweil-Neukirch


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 49,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. (u. a. Hobbit Trilogie Blu-ray 43,89€ und Batman Dark Knight Trilogy Blu-ray 17,99€)

Folgen Sie uns
       


  1. Netzneutralität

    Telekom darf Auflagen zu Stream On länger prüfen

  2. Spielebranche

    Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Pro und X erwartet

  3. Thunderobot ST-Plus im Praxistest

    Da gehe ich doch lieber wieder draußen spielen!

  4. Fahrdienst

    Alphabet investiert in Lyft

  5. Virtuelles Haustier

    Bandai kündigt "Classic Mini"-Version des Tamagotchi an

  6. News

    Facebook testet Abos für Nachrichten-Artikel

  7. Elon Musk

    Baut The Boring Company den Hyperloop?

  8. Mobilfunkausrüster

    Ericsson macht hohen Verlust

  9. Luminar

    Lightroom-Konkurrenz bringt sich in Stellung

  10. Kleinrechner

    Tim Cook verspricht Update für Mac Mini



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Passwortmanager im Vergleich: Das letzte Passwort, das du dir jemals merken musst
Passwortmanager im Vergleich
Das letzte Passwort, das du dir jemals merken musst
  1. 30.000 US-Dollar Schaden Admin wegen Sabotage nach Kündigung verurteilt
  2. Cyno Sure Prime Passwortcracker nehmen Troy Hunts Hashes auseinander
  3. Passwortmanager Lastpass ab sofort doppelt so teuer

APFS in High Sierra 10.13 im Test: Apple hat die MacOS-Dateisystem-Werkzeuge vergessen
APFS in High Sierra 10.13 im Test
Apple hat die MacOS-Dateisystem-Werkzeuge vergessen
  1. MacOS 10.13 Apple gibt High Sierra frei
  2. MacOS 10.13 High Sierra Wer eine SSD hat, muss auf APFS umstellen

Elex im Test: Schroffe Schale und postapokalyptischer Kern
Elex im Test
Schroffe Schale und postapokalyptischer Kern

  1. Re: Toll Überschrift, doch leider Fail... XBox X...

    maxi_welle | 14:39

  2. Wohl doch kein vollwertiges GT

    Ankerwerfer | 14:36

  3. Re: Man müsste mal den Elektrosmog messen, der...

    Andy Cirys | 14:34

  4. Guter Trend auf Golem

    peter.kleibert | 14:33

  5. Re: Darktable?

    Asser | 14:28


  1. 14:37

  2. 12:50

  3. 12:22

  4. 11:46

  5. 11:01

  6. 10:28

  7. 10:06

  8. 09:43


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel