Abo
  • Services:

Bionic Kangaroo: Festo lässt einen Roboter hüpfen

Das australische Wappentier wird zum Roboter: Festo präsentiert auf der Hannover Messe einen Roboter, der einem Känguru nachempfunden ist.

Artikel veröffentlicht am ,
Bionic Kangaroo: Steuerung mit Gestenarmband
Bionic Kangaroo: Steuerung mit Gestenarmband (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Der Klang stimmt nicht so ganz: Wenn das Känguru zum Sprung ansetzt, sind das Klicken und Zischen seines pneumatischen Antriebs zu hören. Die Elastizität seiner Bewegungen erinnert hingegen stark an das australische Vorbild: Das Esslinger Unternehmen Festo stellt auf der Hannover Messe das Bionic Kangaroo vor, einen Roboter, der sich wie ein Känguru fortbewegt (Halle 15, Stand D07).

Inhalt:
  1. Bionic Kangaroo: Festo lässt einen Roboter hüpfen
  2. Bionic Learning Network

Gesteuert wird der Roboter durch Gesten, die mit einem Armband erfasst werden: Eine Festo-Mitarbeiterin winkt das Känguru heran. Ein Lagesensor erkennt die Bewegung und sendet per Bluetooth einen Befehl an den Roboter, der sich daraufhin hüpfend in Bewegung setzt.

Der Roboter wendet

Nachdem der Roboter einige Sprünge absolviert hat, soll er zum Ausgangspunkt zurückkehren. Dazu muss er wenden: Eine Drehbewegung mit dem Arm gibt das Kommando. Der Roboter beugt sich nach vorn auf seine Arme und stützt sich darauf ab. Durch Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen der Beine dreht er sich um die eigene Achse und steht bereit für die nächsten Sprünge.

  • Das Bionic Kangaroo auf der Hannover Messe 2014 (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Roboter hüpft wie sein natürliches Vorbild. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Wie ein Känguru kann auch der Roboter in seiner Achillessehne Energie speichern und für den nächsten Absprung nutzen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Gesteuert wird der Roboter über Gesten. Der Lagesensor in dem Armband nimmt die Bewegung auf und wandelt sie in Kommandos um. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Roboter wurde in Leichtbauweise gefertigt. Der Körper besteht aus Schaumstoff. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Das Bionic Kangaroo auf der Hannover Messe 2014 (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Das Känguru sei "ein wunderschönes Beispiel für energieeffizientes Fortbewegen", erklärt Projektleiter Elias Maria Knubben im Gespräch mit Golem.de. "Das richtige Känguru ist in der Lage, einen Großteil der Landeenergie in den nächsten Sprung mitzunehmen. Das macht es, indem es in der Achillessehne diese Energie zwischenspeichert."

Energiespeicher

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, Karlsruhe
  2. SD Worx GmbH, Würzburg

Diesen Energiespeicher haben sich die Schwaben abgeschaut: Das bionische Känguru hat eine künstliche Sehne aus Gummi, die durch das Dämpfen bei der Landung gespannt wird. Die Energie wird dann für den nächsten Absprung genutzt. Das reicht nicht ganz aus für den nächsten Sprung - so wie ein Gummiball nach dem Aufprall auf dem Boden auch nicht wieder die ursprüngliche Höhe erreiche, erklärt Knubben. Die fehlende Energie liefert die Pneumatik.

Wie ein modernes Auto hat auch das Bionic Kangaroo eine Dynamikregelung: das "Känguru-ESP", das dafür sorgt, dass der Roboter richtig abspringt, stabil fliegt und sicher wieder aufsetzt. Dazu gehört eine Sensorik, die die Aktoren überwacht sowie eine Steuerungs- und Regelungstechnik, die Energiezustand, Stellgrößen und Anstellwinkel überwacht und auswertet. Das sei relativ komplex, sagt Knubben: Der Sprung dauere nur 0,3 Sekunden. "In der Zeit müssen alle Unregelmäßigkeiten ausgeglichen werden."

Beinbewegung ausgleichen

Wie das Vorbild setzt der Roboter seinen Schwanz ein. Im Stand ermöglicht er als dritter Auflagepunkt eine stabile Haltung. Im Flug dient er als Ausgleich für die Beine: Von einem Servomotor angetrieben, wird der Anstellwinkel des Schwanzes verändert und gleicht so die Bewegung der Beine aus, die im Flug nach vorne geholt werden, damit der Roboter darauf landen kann.

Der Roboter ist im Sitzen 0,6 Meter und aufgerichtet etwa 1 Meter groß und damit in etwa so groß wie ein Wallaby. Aufgrund seiner Leichtbauweise - die Kinematik besteht aus lasergesinterten Bauteilen, die mit Karbon verstärkt sind, der Körper ist aus einem Schaumstoff - wiegt der Roboter nur 7 Kilogramm. Mit einem Sprung kommt das Bionic Kangaroo etwa 0,8 Meter weit und hebt etwa 0,4 Meter hoch ab.

Bionic Learning Network 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 3,99€
  2. 16,99€
  3. (-75%) 9,99€

derdiedas 10. Apr 2014

Festos Smartbird fand ich aber bisher am beeindruckendsten. https://www.youtube.com/watch...

Anonymer Nutzer 10. Apr 2014

Man lernt eben nie aus. :D


Folgen Sie uns
       


God of War (2018) - Fazit

Viele langjährige Fans von Kratos dürften beim neuen God of War erst mal vom Glauben abfallen. Der Neue hat aber auf eigenständige Art ebenfalls das Zeug zum Kulthelden.

God of War (2018) - Fazit Video aufrufen
Klimaschutz: Unter der Erde ist das Kohlendioxid gut aufgehoben
Klimaschutz
Unter der Erde ist das Kohlendioxid gut aufgehoben

Die Kohlendioxid-Emissionen steigen und steigen. Die auf der UN-Klimakonferenz in Paris vereinbarten Ziele sind so kaum zu schaffen. Fachleute fordern daher den Einsatz von Techniken, die Kohlendioxid in Kraftwerken abscheiden oder sogar aus der Luft filtern.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Physik Maserlicht aus Diamant
  2. Xiaoice und Zo Microsoft erforscht menschlicher wirkende Sprachchat-KIs
  3. Hyperschallgeschwindigkeit Projektil schießt sich durch den Boden

God of War im Test: Der Super Nanny
God of War im Test
Der Super Nanny

Ein Kriegsgott als Erziehungsberechtigter: Das neue God of War macht nahezu alles anders als seine Vorgänger. Neben Action bietet das nur für die Playstation 4 erhältliche Spiel eine wunderbar erzählte Handlung um Kratos und seinen Sohn Atreus.
Von Peter Steinlechner

  1. God of War Papa Kratos kämpft ab April 2018

Grenzenloser Datenzugriff: Was der Cloud-Act für EU-Bürger bedeutet
Grenzenloser Datenzugriff
Was der Cloud-Act für EU-Bürger bedeutet

Neue Gesetze in den USA und der EU könnten den Weg für einen ungehinderten und schnellen weltweiten Datenzugriff von Ermittlungsbehörden ebnen. Datenschützer und IT-Wirtschaft sehen die Pläne jedoch sehr kritisch.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Kontoeröffnung Kleinganoven, überforderte Hotlines und ein einfaches Konto
  2. Elektronische Beweise EU-Kommission fordert weltweiten Zugriff auf Daten
  3. Panera Bread Café-Kette exponiert Millionen Kundendaten im Netz

    •  /