Abo
  • Services:
Anzeige
Robotischer Wasserläufer: im "Pop-up"-Verfahren gebaut
Robotischer Wasserläufer: im "Pop-up"-Verfahren gebaut (Bild: Seoul National University)

Biomimetik: Roboter kann über das Wasser laufen

Robotischer Wasserläufer: im "Pop-up"-Verfahren gebaut
Robotischer Wasserläufer: im "Pop-up"-Verfahren gebaut (Bild: Seoul National University)

Dieser Roboter kann nicht schwimmen. Muss er auch nicht: Er kann übers Wasser laufen und sogar vom Wasser aus abspringen. Er ist einem Insekt nachempfunden.

Anzeige

Wer kann schon übers Wasser laufen? Die, die so heißen - und ein Roboter, den Forscher aus den USA und Südkorea gebaut haben. Der ahme sogar ein schwieriges Manöver des natürlichen Vorbilds, dem Wasserläufer, nach, schreiben die Wissenschaftler von der Harvard Universität und der Staatlichen Universität in Seoul (SNU) in der Fachzeitschrift Science.

Der Roboter hat einen etwa 2 Zentimeter großen Körper und wiegt knapp 70 Milligramm. Er hat vier lange Beine aus einem dünnen Draht, die mit einem super-hydrophoben Material beschichtet sind. Die Enden der Beine sind nach oben gebogen. Als Antrieb dient ein Katapultmechanismus, der den Roboter in die Luft schnellen lässt. Vorbild dafür war das Bein eines Flohs.

Der Roboter wird aufgeklappt

Gebaut haben die Forscher den Roboter im "Pop-up"-Verfahren. Dabei wird aus einer Grundplatte die Form des Roboters mit einem Laser ausgeschnitten, die dann mit Scharnieren an der Platte hängt. Anschließend wird der Roboterwasserläufer in eine dreidimensionale Form gedrückt - ähnlich wie eine Figur in einem Aufklapp-Bilderbuch. Die Grundplatte besteht aus verschiedenen Materialien, die in Schichten übereinander liegen.

Das Verfahren wurde von Wissenschaftlern der Harvard School of Engineering and Applied Sciences vor einigen Jahren entwickelt. Damit lassen sich beispielsweise Miniroboter wie die Robobee einfach in großer Zahl herstellen.

Wasserläufer können vom Wasser abspringen

Wasserläufer können nicht nur auf dem Wasser laufen. Sie können auch von der Wasseroberfläche aus in die Höhe springen, und zwar ebenso gut wie von festem Boden aus. Das kann der Roboter auch.

Um herauszufinden, wie die Insekten von der Wasseroberfläche abspringen, filmten die Wissenschaftler sie mit einer Hochgeschwindigkeitskamera. "Um springen zu können, muss mit der richtigen Geschwindigkeit eine angemessene Zeit lang bis in eine bestimmte Tiefe Druck auf die Wasseroberfläche ausgeübt werden", sagt Kyu Jin Cho von der SNU.

Bei zuviel Druck sinkt das Bein ein

Die Wasserläufer beherrschten das perfekt, sagt er. Ihre Beine haben gebogene Spitzen. Mit einer Drehbewegung der Beine können sie sich von der Wasseroberfläche empor schnellen. Das haben die Forscher nachgebaut - per Versuch und Irrtum. "Wenn man den Druck auf die Wasseroberfläche so schnell wie möglich ausübt, sinkt man durch die Oberfläche ein und kommt nirgendwo hin", beschreibt Harvard-Forscher Robert Wood. Zudem fanden die Wissenschaftler heraus, dass es am besten ist, so lange wie möglich den Kontakt zum Wasser zu halten.

Der Roboter kann vom Wasser abspringen, ohne einzusinken. Dabei übt er eine Kraft von 140 Millinewtonmeter auf die Wasseroberfläche aus - bei mehr als 144 Millinewtonmeter würde er durch die Wasseroberfläche durchbrechen. Beim Absprung ist er etwa 1,6 Meter pro Sekunde (5,76 Kilometer pro Stunde) schnell, und er springt über 14 Zentimeter hoch. Bemerkenswert ist, dass der Roboter vom Wasser besser abspringt als von festem Grund.


eye home zur Startseite
Eheran 02. Aug 2015

+1 Laufen kann er außerdem gar nicht über/auf Wasser. Dieses kleine Konstrukt kann nur...

Jasmin26 01. Aug 2015

der hatte mit den Briten ärger, wenn ich die mir heute so ansehen .... naja

Lala Satalin... 31. Jul 2015

Ich glaube eher, dass das eine billige maschninelle Übersetzung war.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. ANSYS Germany GmbH, Hannover
  2. Robert Bosch GmbH, Bühl
  3. DERMALOG Identification Systems GmbH, Hamburg
  4. trinamiX GmbH, Ludwigshafen


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 299,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. (u. a. John Wick, Pulp Fiction, Leon der Profi, Good Will Hunting)
  3. (u. a. Hobbit Trilogie Blu-ray 43,89€ und Batman Dark Knight Trilogy Blu-ray 17,99€)

Folgen Sie uns
       


  1. Fifa 18 im Test

    Kick mit mehr Taktik und mehr Story

  2. Trekstor

    Kompakte Convertibles kosten ab 350 Euro

  3. Apple

    4K-Filme in iTunes laufen nur auf neuem Apple TV

  4. Bundesgerichtshof

    Keine Urheberrechtsverletzung bei Bildersuche

  5. FedEX

    TNT verliert durch NotPetya 300 Millionen US-Dollar

  6. Arbeit aufgenommen

    Deutsches Internet-Institut nach Weizenbaum benannt

  7. Archer CR700v

    Kabelrouter von TP-Link doch nicht komplett abgesagt

  8. QC35 II

    Bose bringt Kopfhörer mit eingebautem Google Assistant

  9. Nach "Judenhasser"-Eklat

    Facebook erlaubt wieder gezielte Werbung an Berufsgruppen

  10. Tuxedo

    Linux-Notebook läuft bis zu 20 Stunden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Lenovo Thinkstation P320 Tiny im Test: Viel Leistung in der Zigarrenschachtel
Lenovo Thinkstation P320 Tiny im Test
Viel Leistung in der Zigarrenschachtel
  1. Adware Lenovo zahlt Millionenstrafe wegen Superfish
  2. Lenovo Smartphone- und Servergeschäft sorgen für Verlust
  3. Lenovo Patent beschreibt selbstheilendes Smartphone-Display

Wireless Qi: Wie die Ikealampe das iPhone lädt
Wireless Qi
Wie die Ikealampe das iPhone lädt
  1. Noch kein Standard Proprietäre Airpower-Matte für mehrere Apple-Geräte

Apples iPhone X in der Analyse: Ein iPhone voller interessanter Herausforderungen
Apples iPhone X in der Analyse
Ein iPhone voller interessanter Herausforderungen
  1. Face ID Apple erlaubt nur ein Gesicht pro iPhone X
  2. iPhone X Apples iPhone mit randlosem OLED-Display kostet 1.150 Euro
  3. Apple iPhone 8 und iPhone 8 Plus lassen sich drahtlos laden

  1. Re: Was hat das mit "Die PARTEI" zui tun?

    Jad | 19:26

  2. Re: internationale steuerung von industrieanlagen...

    johnripper | 19:21

  3. Re: Habe es immer noch nicht ganz verstanden

    sneaker | 19:15

  4. Re: Unsinnige Diskussion um CO2

    gutenmorgen123 | 19:13

  5. Re: 53% ? Der Wert ist so ziemlich sinnfrei.

    jacki | 19:06


  1. 18:13

  2. 17:49

  3. 17:39

  4. 17:16

  5. 17:11

  6. 16:49

  7. 16:17

  8. 16:01


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel