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Biometrie: Megvii erkennt den Hund an seiner Nase

Ein chinesisches Software -Unternehmen hat eine Software entwickelt, die die Hundenase als biometrisches Erkennungsmerkmal einsetzt. Damit sollen aber nicht nur entlaufene Tiere erfasst werden, sondern auch Hundebesitzer, die sich an geltende Regeln halten.
/ Werner Pluta
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Die Hundenase ist so individuell wie ein Fingerabdruck. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Die Hundenase ist so individuell wie ein Fingerabdruck. Bild: Tobias Költzsch/Golem.de

Megvii erkennt Hunde an der Nase: Das chinesische Software-Unternehmen, das Gesichtserkennungssysteme herstellt, hat ein biometrisches System zur Erkennung von Hunden entwickelt. Es erkennt sie an der Nase.

Die Nase eines Hundes ist ein biometrisches Merkmal, über das ein Hund identifizierbar ist – vergleichbar einem menschlichen Fingerabdruck. Viele Hundebesitzer nutzen dieses Merkmal auch, indem sie einen Abdruck der Nase ihres Hund auf einem Blatt Papier festhalten.

Megvii kommt ohne einen physischen Abdruck aus: Der Hundebesitzer fotografiert die Nase mit seinem Smartphone. Die Megvii-Software, die mit künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen arbeitet, erfasst die wichtigen Merkmale. Daraus erstellt sie ein Profil für den Vierbeiner, das in einer Datenbank abgelegt wird. Die Genauigkeit der Erkennung gibt das Unternehmen mit 95 Prozent an.

Das System sei aber nicht nur dazu da, entlaufene Hunde wiederzufinden, berichtet das Online-Nachrichtenangebot Abacus(öffnet im neuen Fenster) , ein Ableger der Hongkonger Tageszeitung South China Morning Post, das sich auf technische Entwicklungen aus China spezialisiert hat. Es soll auch dabei helfen, Hundebesitzer zu identifizieren, die sich unzivilisiert verhalten. Dazu zählen die Behörden etwa, Hunde unkontrolliert und unangeleint laufen zu lassen oder Hundehaufen nicht zu entsorgen.

Megvii hat das Gesichtserkennungssystem Face++ entwickelt. Es war vor einiger Zeit kritisiert worden , weil es Schwierigkeiten hatte, Frauen und Menschen mit dunklerer Hautfarbe zu erkennen. Das System nutzen beispielsweise die Hardwarehersteller Lenovo und Dell. Aber auch die chinesische Regierung setzt das System ein.


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