Abo
  • IT-Karriere:

Biometrie: KI-System erkennt Menschen an ihrem Gang

Ein neuartiges biometrisches Erkennungssystem soll die Authentifizierung etwa bei einer Zugangskontrolle vereinfachen: Der Proband muss nicht mehr Finger oder Iris scannen lassen, sondern geht einfach über eine Sensormatte.

Artikel veröffentlicht am ,
Menschlicher Gang: Das Laufmuster ist so einzigartig ist wie ein Fingerabdruck oder die Iris.
Menschlicher Gang: Das Laufmuster ist so einzigartig ist wie ein Fingerabdruck oder die Iris. (Bild: A. Hudson/Topical Press Agency/Getty Images)

Zeig mir, wie du gehst, und ich sage dir, wer du bist: Britische und spanische Wissenschaftler haben ein Biometriesystem entwickelt, das einen Menschen an seinem Gang erkennt. Das System könnte beispielsweise an Flughäfen eingesetzt werden.

Stellenmarkt
  1. INIT Group, Karlsruhe
  2. Deloitte, Düsseldorf, München

Der menschliche Gang werde von rund zwei Dutzend Faktoren beeinflusst, sagt Projektleiter Omar Costilla Reyes. Daraus resultiere ein individuelles Laufmuster eines jeden Menschen, das ebenso einzigartig ist wie ein Fingerabdruck oder die Iris. Das haben sich Costilla Reyes und seine Kollegen der Universität von Manchester und der Universidad Autónoma de Madrid zunutze gemacht und ein biometrisches Identifikationssystem entwickelt. Dazu geht die zu erkennende Person über eine Matte, in die Drucksensoren eingelassen sind.

Eine Software mit künstlicher Intelligenz wertet die Sensordaten aus und identifiziert die Person. Trainiert wurde das System anhand einer Datenbank, die knapp 20.000 Datensätze von Fußschritten von über 120 Probanden enthält. Die Fehlerrate bei Erkennung liege bei 0,7 Prozent, schreiben die Forscher in einem Aufsatz in der Fachzeitschrift IEEE Transactions on Pattern Analysis and Machine.

Gangerkennung benötigt keine Mitarbeit

Vorteil der Gangerkennung ist, dass sie berührungslos und weniger aufwendig ist: Der Proband muss nicht seinen Finger auf einen Scanner legen oder für die Iriserkennung in eine Kamera schauen. Er geht einfach über die Sensormatte. Er kann auch die Schuhe anbehalten - das Merkmal ist ja nicht die Form des Fußes, sondern der Gang. Zudem soll die Gangerkennung weniger anfällig für Störungen aus der Umgebung sein.

Dadurch eignet sich das System gut für Sicherheitsanwendungen wie etwa Zugangskontrollen. Getestet haben die Forscher drei Szenarien: am Flughafen, am Arbeitsplatz und zu Hause. Als weitere Anwendung sehen sie den medizinischen Bereich: So könnte das System zur Erkennung von neurodegenerativen Erkrankungen eingesetzt werden.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 114,99€ (Release am 5. Dezember)
  2. 259€ + Versand oder kostenlose Marktabholung
  3. 71,90€ + Versand

Daem 04. Jun 2018

Imitieren mag schwer sein aber fälschen kommt mir einfach vor. Größere Schritte machen z...

Garius 03. Jun 2018

Same Here. Allerdings mit Katze.

ecv 02. Jun 2018

Aber für Menschen die erkannt werden wollen zum speziellen Service zu bekommen sicher...

Quantium40 01. Jun 2018

Vermutlich brauchen die deswegen schon knapp 20k Vergleichsdatensätze bei einer...

ElK0 01. Jun 2018

Ist das schon berührungslos wenn sich da eine Schicht Gummi zwischen meinem Fuß und dem...


Folgen Sie uns
       


AMD stellt Navi-Grafikkarten vor

Die neuen GPUs sollen deutlich effizienter und leistungsstärker sein und ab Juli 2019 verfügbar sein.

AMD stellt Navi-Grafikkarten vor Video aufrufen
Ricoh GR III im Test: Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom
Ricoh GR III im Test
Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom

Kann das gutgehen? Ricoh hat mit der GR III eine Kompaktkamera im Sortiment, die mit einem APS-C-Sensor ausgerüstet ist, rund 900 Euro kostet und keinen Zoom bietet. Wir haben die Kamera ausprobiert.
Ein Test von Andreas Donath

  1. Theta Z1 Ricoh stellt 360-Grad-Panoramakamera mit Profifunktionen vor
  2. Ricoh GR III Eine halbe Sekunde Belichtungszeit ohne Stativ

Orico Enclosure im Test: Die NVMe-SSD wird zum USB-Stick
Orico Enclosure im Test
Die NVMe-SSD wird zum USB-Stick

Wer eine ältere NVMe-SSD über hat, kann diese immer noch als sehr schnellen USB-Stick verwenden: Preiswerte Gehäuse wie das Orico Enclosure nehmen M.2-Kärtchen auf, der Bridge-Chip könnte aber flotter sein.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Server Supermicro mit Chassis für 40 E1.S-SSDs auf 2 HE
  2. Solid State Drive Longsys entwickelt erste SSD nur mit chinesischen Chips
  3. SSDs Samsung 970 Pro mit 2TB und WD Blue 3D mit 4TB

Erasure Coding: Das Ende von Raid kommt durch Mathematik
Erasure Coding
Das Ende von Raid kommt durch Mathematik

In vielen Anwendungsszenarien sind Raid-Systeme mittlerweile nicht mehr die optimale Lösung. Zu langsam und starr sind sie. Abhilfe schaffen können mathematische Verfahren wie Erasure Coding. Noch existieren für beide Techniken Anwendungsgebiete. Am Ende wird Raid aber wohl verschwinden.
Eine Analyse von Oliver Nickel

  1. Agentur für Cybersicherheit Cyberwaffen-Entwicklung zieht in den Osten Deutschlands
  2. Yahoo Richterin lässt Vergleich zu Datenleck platzen

    •  /