Abo
  • Services:
Anzeige
Fingerabdruckscan für den Reisepass: ausschließlich zur Identifikation
Fingerabdruckscan für den Reisepass: ausschließlich zur Identifikation (Bild: Odd Andersen/AFP/Getty Images)

Biometrie Gericht billigt Fingerabdrücke im Pass

Der Europäische Gerichtshof hat die Klage eines Bochumers gegen die Speicherung von Fingerabdrücken im Reisepass abgewiesen. Die Fingerabdrücke zu nehmen, stelle zwar einen Eingriff in die Privatsphäre dar. Die Richter halten dies im Interesse des Gemeinwohls aber für gerechtfertigt.

Anzeige

Bürger der Europäischen Union (EU) müssen die Speicherung von Fingerabdrücken in einem Reisepass hinnehmen. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einem aktuellen Urteil bestätigt. Die Speicherung von Fingerabdrücken diene dem Schutz vor Passfälschungen und illegaler Einreise, urteilten die Luxemburger Richter (Aktenzeichen C-291/12).

Ein Bochumer hatte sich geweigert, für einen neuen Reisepass seine Fingerabdrücke erfassen zu lassen. Er klagte vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen und versuchte auf diesem Weg, einen Pass ohne Fingerabdrücke durchzusetzen. Das Verwaltungsgericht verwies den Fall an den EuGH.

Biometrischer Reisepass

2004 hatte die EU unter dem Eindruck der Terroranschläge vom 11. September 2001 die Einführung eines Reisepasses mit biometrischen Merkmalen beschlossen. Deutschland hatte - damals noch unter Bundesinnenminister Otto Schily - den Ausweis als eines der ersten EU-Länder eingeführt.

Der Kläger befürchtet, dass die Speicherung von Fingerabdrücken der Einrichtung von zentralen Datenbanken mit biometrischen Merkmalen Vorschub leiste. Einige europäische Staaten ziehen eine solche Maßnahme bereits in Erwägung.

Der EuGH erkennt die Bedenken des Klägers an. Die Richter gestehen zu, dass die Erfassung und Speicherung von Fingerabdrücken im Reisepass "einen Eingriff in die Rechte auf Achtung des Privatlebens und auf Schutz personenbezogener Daten" darstellten. Doch seien "diese Maßnahmen gerechtfertigt, um die betrügerische Verwendung von Reisepässen zu verhindern". Damit dienten sie dem Gemeinwohl.

Fingerabdrücke erleichtern Identifikation

Ein Abgleich der Fingerabdrücke erleichtere die Identifikation einer Person und verhindere die illegale Einreise. Laut der EU-Verordnung dürften die Fingerabdrücke ausschließlich zur Identifikation benutzt und nirgendwo anders gespeichert werden, betonten die Richter. Die Fingerabdrücke seien ausschließlich auf dem Pass abgelegt, der wiederum im Besitz des Bürgers bleibe.

Kritiker wie der Chaos Computer Club (CCC) bezweifeln jedoch, dass Fingerabdrücke zu mehr Sicherheit beitragen. Die Hacker vom CCC haben mehrfach demonstriert, dass sich Fingerabdrücke fälschen lassen. Kürzlich zeigten sie, dass sich auch der Fingerabdruckleser des neue iPhones überlisten lässt.


eye home zur Startseite
Anonymer Nutzer 18. Okt 2013

Das stimmt ja auch so im Sinne von halb tot geprügelt xD Dafür sind die Ami...

Anonymer Nutzer 18. Okt 2013

Dann muss man vor dem EUGH klagen wenn ein Land eine zentrale Datenbank einführen will...

olol 18. Okt 2013

"Die Richter halten dies im Interesse des Gemeinwohls aber für gerechtfertigt." Ja...

staettler 18. Okt 2013

So ein Schwachsinn!

ploedman 17. Okt 2013

nichts



Anzeige

Stellenmarkt
  1. aiticon GmbH, Frankfurt am Main, Hoppstädten-Weiersbach
  2. BINSERV GmbH, Königswinter (bei Bonn)
  3. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Bonn, Darmstadt
  4. Softship AG, Hamburg


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals
  2. (Core i5-7600K + Asus GTX 1060 Dual OC)

Folgen Sie uns
       


  1. Gratis-Reparaturprogramm

    Apple repariert Grafikfehler älterer Macbook Pro nicht mehr

  2. Amazon Channels

    Prime Video erhält Pay-TV-Plattform mit Live-Fernsehen

  3. Bayerischer Rundfunk

    Fernsehsender wollen über 5G ausstrahlen

  4. Kupfer

    Nokia hält Terabit DSL für überflüssig

  5. Kryptowährung

    Bitcoin notiert auf neuem Rekordhoch

  6. Facebook

    Dokumente zum Umgang mit Sex- und Gewaltinhalten geleakt

  7. Arduino Cinque

    RISC-V-Prozessor und ESP32 auf einem Board vereint

  8. Schatten des Krieges angespielt

    Wir stürmen Festungen! Mit Orks! Und Drachen!

  9. Skills

    Amazon lässt Alexa natürlicher klingen

  10. Cray

    Rechenleistung von Supercomputern in der Cloud mieten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Blackberry Keyone im Test: Tolles Tastatur-Smartphone hat zu kurze Akkulaufzeit
Blackberry Keyone im Test
Tolles Tastatur-Smartphone hat zu kurze Akkulaufzeit
  1. Blackberry Keyone kommt Mitte Mai
  2. Keyone Blackberrys neues Tastatur-Smartphone kommt später
  3. Blackberry Keyone im Hands on Android-Smartphone mit toller Hardware-Tastatur

The Surge im Test: Frust und Feiern in der Zukunft
The Surge im Test
Frust und Feiern in der Zukunft
  1. Wirtschaftssimulation Pizza Connection 3 wird gebacken
  2. Mobile-Games-Auslese Untote Rundfahrt und mobiles Seemannsgarn
  3. Spielebranche Beschäftigtenzahl in der deutschen Spielebranche sinkt

Redmond Campus Building 87: Microsofts Area 51 für Hardware
Redmond Campus Building 87
Microsofts Area 51 für Hardware
  1. Windows on ARM Microsoft erklärt den kommenden x86-Emulator im Detail
  2. Azure Microsoft betreut MySQL und PostgreSQL in der Cloud
  3. Microsoft Azure bekommt eine beeindruckend beängstigende Video-API

  1. Re: Fake News?

    Flauu | 07:11

  2. Re: Mit DRM?

    MrReset | 07:04

  3. 3000 Mannjahre bei 50000 $/Jahr

    eMvO | 06:55

  4. Re: Frequenzvermüllung

    kazhar | 06:10

  5. Re: Realitätsflucht

    NMN | 06:05


  1. 07:15

  2. 00:01

  3. 18:45

  4. 16:35

  5. 16:20

  6. 16:00

  7. 15:37

  8. 15:01


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel