Biometrie: Fujitsu zeigt Iris-Scanner mit NIR-Licht für Smartphones

Fujitsu hat eine weitere Alternative für seinen Venenscanner vorgestellt, die zukünftig als Authentifizierungssystem verwendet werden soll. Als Prototyp konnten wir ein Smartphone mit Android ausprobieren.

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Fujitsus Irisscanner-Prototyp ist noch ein gut sichtbarer Aufsatz.
Fujitsus Irisscanner-Prototyp ist noch ein gut sichtbarer Aufsatz. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Fujitsu will für Smartphones eine alternative Authentifizierung anbieten. Statt Fingerabdruck oder einer Gesichtserkennung arbeitet das Unternehmen an einer Iris-Erkennung. Um die Iriserkennung in schwierigen Situationen zu ermöglichen, wird das Auge mit NIR-Licht (nahes Infrarot) beleuchtet. Unterschiedliche Augenfarben haben dann genauso wenig Relevanz für die Erkennung wie das Umgebungslicht.

  • Fujitsus Prototyp... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... braucht für den Irisscanner noch viel Platz. Das soll später besser werden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Registrierung der Augen... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... erfordert eine genaue Positionierung und wird mit einer Grafik angedeutet. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Hier wird die Iris eines Fujitsu-Mitarbeiters gescannt. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Fujitsus Prototyp... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
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In der Praxis ist das System anwenderfreundlich. Nur für die Registrierung der Augen ist ein wenig Geduld notwendig. Innerhalb von 30 Sekunden und mit möglichst offenen Augen sind die Augen dann registriert und werden laut Fujitsu verschlüssselt abgespeichert. Die ideale Scan-Distanz liegt bei 25 cm. Außerdem muss der Anwender seine Augen richtig in der Kamera positionieren und stillhalten. Verglichen mit der Registrierung von Fingerabdrücken ist Fujitsus Biometriesystem sehr schnell.

Das Entsperren funktioniert hingegen gefühlt sofort. Auch müssen hier die Augen nicht übertrieben offen gehalten werden. Ein Teil der Iris reicht in unserem Test. Auch auf die genaue Positionierung der Augen im Kamerabild konnten wir verzichten.

Der Iris-Scanner soll nicht nur auf Android-Systemen eingesetzt werden. Fujitsu arbeitet auch an einer Windows-Integration, die dann beispielsweise in Notebooks eingesetzt werden könnte. Die Sicherheit des Iris-Scanners liegt laut Fujitsu beinahe auf dem Niveau des Venenscanners, der wiederum deutlich sicherer als herkömmliche Fingerabdruckscanner arbeitet. Ein Vergleich zum Ultraschall-Fingerabdrucksensor von Qualcomm, der ebenfalls sehr sicher sein soll, ist noch nicht möglich.

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Fujitsu will noch in diesem Jahr ein erstes Smartphone mit der Biometriefunktion auf den Markt bringen. Im Unterschied zum Prototyp soll die Technik auch keinen erhöhten Platzbedarf mehr benötigen. Angaben zu Preisen gab es noch nicht. Es ist aber die Absicht, die Geräte auch für Endanwender bezahlbar zu machen. Zunächst werden die Produkte auf dem Heimatmarkt von Fujitsu, Japan, angeboten. Hierzulande ist Fujitsu mit Smartphones nicht vertreten.

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