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Biometrie als Sicherheitsrisiko:
Finger weg vom Smartphone!

Ermittler dürfen aktuell jeden dazu zwingen, mit Biometrie das Smartphone zu entsperren. Experten warnen vor den Gefahren, selbst Hersteller haben Bedenken.
/ Markus Feilner
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Dieses Zitat des damaligen Innenministers Wolfgang Schäuble nahm der CCC ernst, nahm den Fingerabdruck von einem Glas einer Pressekonferenz ab und publizierte ihn. (Bild: Markus Feilner)
Dieses Zitat des damaligen Innenministers Wolfgang Schäuble nahm der CCC ernst, nahm den Fingerabdruck von einem Glas einer Pressekonferenz ab und publizierte ihn. Bild: Markus Feilner

Seit März ist es offiziell: Laut BGH darf die deutsche Polizei auch gegen den Willen von Bürgern Fingerabdrücke oder Gesichtsscans erzwingen, um Smartphones zu entsperren. Das Urteil des BGH hat eine lange Vorgeschichte, dürfte Verfassungsgericht und Gesetzgeber noch beschäftigen und könnte alle Smartphonenutzer zum Nachdenken bringen. Doch der Gerichtsbeschluss könnte sogar noch weitreichendere Auswirkungen haben.

Eines ist nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs klar: Wer Biometrie heute immer noch als Sicherheitsfeature bewirbt, ignoriert die Realität. Ein Telefon, Smartphone oder Tablet, das nur mit biometrischen Merkmalen abgesichert ist, kann von Strafverfolgungsbehörden binnen Minuten entsperrt werden.

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