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Biohacker im Heimlabor
Biohacker im Heimlabor (Bild: Daniel Pook/Golem.de)

Die mutierte Bäckerhefe

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In Hollywoodfilmen gehen Genexperimente fast immer schief. Die Leute sind skeptisch. Die Biohacker wissen das. Deshalb fahren sie quer durch die Republik, um Vorträge zu halten und die Vorurteile auszuräumen. Trojok hat neulich auf einem Kunstfestival in Dresden ein Gen aus der Bäckerhefe extrahiert und wieder zurück in die Hefe gepackt. Das damit gebackene Brot hat er gegessen.

Sein öffentliches Experiment durfte er trotzdem nur unter strengen Auflagen durchführen. Eine Bedingung: "Das Brot durfte die Räume nicht verlassen, die Umwelt und andere nicht gefährden", sagt Trojok. Außerdem sei darauf geachtet worden, dass nur er das Brot esse. Neugierig hätten die Besucher beobachtet, was mit ihm dabei passiere. Und? "Nichts."

Bei dem Gedanken daran, dass bei den Genexperimenten der Hobby-Genforscher etwas Gefährliches passieren könne, sei er sehr entspannt, sagt Rupert Mutzel. Mutzel ist Molekularbiologe an der FU Berlin. Man könne zwar nicht immer alles ausschließen, aber bisher sei auch bei aufwendigen Forschungen noch nie etwas passiert. Auch Wissenschaftsautor Richard Friebe, der zusammen mit zwei Kollegen die Hobbytüftler weltweit besucht und seine Erlebnisse aufgeschrieben hat, sagt: "Bisher ist es relativ unwahrscheinlich, dass jemand ein Killervirus herstellen kann." Und selbst wenn, würde es niemand machen, weil er dabei "selbst draufgehen wird".

Wissenschaftler und Hobbyforscher sollten zusammenarbeiten

Dass die Öffentlichkeit aufgeklärt werden muss, findet daher auch Friebe. Das könne zum Beispiel gelingen, indem die Wissenschaft mehr mit den Biohackern zusammenarbeiten würde. "Das passiert bisher relativ selten", hat er beobachtet, obwohl die Leute, die solche Community-Labore aufbauen, vorher selbst in Biotech-Firmen gearbeitet haben. Sie hätten also gewisse Kenntnisse und Erfahrungen, um zu forschen.

Wissenschaftler wie Mutzel sind trotzdem skeptisch. Ihm selbst ist vor zwei Jahren etwas Bahnbrechendes gelungen. Der Uni-Professor hat ein Bakterium gezüchtet, das auf Thymin, einen Grundbaustein des Lebens, verzichten kann. Stattdessen wird das Thymin synthetisch ersetzt. Dass solche Forschungsergebnisse in einem Hobbylabor entstehen könnten, bezweifelt er. "Das ist nicht so einfach, wie DNA aus einer Tomate zu extrahieren. Da steckt eine Menge Know-how dahinter", sagt er. Ein Thermozykler reicht dafür nicht aus.

Aufwendigere Experimente verbietet zumindest den deutschen Biohackern das Gesetz. Zwar haben die Hobbyforscher Zugang zu einer riesigen öffentlichen Datenbank mit DNA-Codes - die können sie am Computer auch verändern und die Sequenzen bei ausländischen Firmen bestellen. In Zellen einbauen dürfen die Hobbyforscher den veränderten Code aber nicht. Transgene Modifikation nennt das die Wissenschaft. In anderen Ländern wie den USA oder der Schweiz ist das erlaubt.

 Die Suche nach dem Bio-CompilerDie Natur ist der erfolgreichste Biohacker 

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DER GORF 06. Dez 2013

LOL; die hatte ich ganz vergessen! xD War das nicht die mit dem Typen mit den 2...

Eheran 06. Dez 2013

Noch eine Anmerkung: Um wirklich das Genom - kontrolliert - zu manipulieren wäre ein um...

Tuxianer 05. Dez 2013

Dem Autor des initialen Beitrages kann nur zugestimmt werden. Die beschwichtigenden...

DER GORF 04. Dez 2013

Das ist so ein Syndrom von Leuten die eigentlich schon alles haben. Fortschritt...

kossi 04. Dez 2013

Was meinen Beitrag zum "Dokumentarfilm" betrifft, beziehe ich mich auf den Auszuf aus dem...



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