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Musik aus der Eiskugel

Das ausgegebene Signal des Psychogalvanometers ist eine Rechteckwelle mit modulierender Impulsbreite. Die unverarbeiteten Daten hören Menschen als Ton, der in der Höhe variiert. Viele der schnellen, feinen Schwankungen müssen noch digital decodiert werden. An Elektronik und Software feilen die Experten intensiv, in Einzelheiten darstellen lassen sich die zahlreichen Versuche kaum - das Label versucht es erst gar nicht: "Lange Geschichte", heißt es nur.

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Jedes Gerät, das über Midi gesteuert werden kann, kann auch durch den Midi Sprout gesteuert werden - mit dem Einsatz von nur wenig Code beispielsweise auch DMX-Steuerpulte in der Lichttechnik. Cusumano experimentiert seit Jahren mit Biodatensonifikation und alternativen Schnittstellen für Musikinstrumente. Die Elektroden könnten auch auf die menschliche Haut geklebt werden, sagt er. Dies wurde schon an Personen getestet, die Schlagzeug spielten oder massiert wurden. Die Data-Garden-Experten befestigten die Elektroden auch auf Eiskrem und produzierten beim Lecken der Eiskugel Musik.

Projekte mit pflanzengenerierter Musik gibt es auch in Deutschland - etwa von Harald Finke, Heinz-Erich Gödecke und Thilo Hinterberger. Noch fünf Jahre, dann gebe es nur noch Pflanzenmusik an öffentlichen Orten, prophezeit Jon Shapiro, bei Data Garden für Sonderprojekte zuständig.

Erfolg bei Kickstarter

454 Exemplare des Midi Sprout hat Data Garden bereits verkauft: an die Unterstützer einer Mitgliederkampagne. Sie war nach einem Auftritt der Pflanzen ins Leben gerufen worden, weil so viele Zuschauer darum gebeten hatten. 25.000 US-Dollar waren das Ziel, 33.370 US-Dollar kamen zusammen. Einige wenige Geräte hat Data Garden noch. Interessierte können sich dafür registrieren.

Inspiriert wurden die Data-Garden-Macher durch das Buch "Das geheime Leben der Pflanzen" (1973) von Christopher Bird und Peter Tompkins sowie die Versuche des CIA-Mitarbeiters Cleve Baxter. Dieser schloss 1966 einen Drachenbaum an einen Lügendetektor und beobachtete ähnliche Ausschläge wie bei Menschen. Auch den Biofeedback-Pionier Richard Lowenberg nennt Data Garden als wichtigen Einfluss.

Data Garden veröffentlicht auch Downloadcodes auf Karten mit Pflanzensamen, aus denen nach dem Einpflanzen Blumen wachsen. Mit Biofeedback sollten Menschen "ihre Beziehung zur Natur reaktivieren", sagt Firmenchef Joe Patitucci. Ob die Pflanzen das überhaupt wollen und ob sie durch die Experimente in irgendeiner Weise beeinflusst werden, lässt Cusumano unbeantwortet: Das sollten Biologen, Botaniker und Philosophen entscheiden.

 Biofeedback: Wenn der Blumentopf rockt
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h4z4rd 31. Dez 2014

Wenn der THC-Gehalt hoch genug ist, spielt die Pflanze Bob Marley :D

Djinto 28. Dez 2014

Entschuldigt die provokante Überschrift, aber wenn man den Artikel liest werden mehrere...

picaschaf 28. Dez 2014

Ich mag mich ja irren, aber ist das nicht der "Volks"-Taktgeber für Blinkschaltungen...

tonictrinker 27. Dez 2014

Ich bezahle Dir 25.000 Dollar, wenn Du das auf Abruf kannst!


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