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Bing: Yahoo und Microsoft lockern Suchpartnerschaft

Yahoo-Chefin Marissa Mayer hat den Suchmaschinenpakt mit Microsoft neu gestaltet: Er ist nun nicht mehr exklusiv. Suchmaschinen seien ein unglaublich wichtiger Teil von Yahoo , das eine Renaissance plane, bemerkt sie dazu.
/ Achim Sawall
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Marissa Mayer im Januar 2013 (Bild: Johannes Eisele/Getty Images)
Marissa Mayer im Januar 2013 Bild: Johannes Eisele/Getty Images

Yahoo und Microsoft haben ihre Partnerschaft bei der Internet-Suche neu verhandelt. Dadurch ist die Suchpartnerschaft für Desktop und Mobile nicht mehr exklusiv. Yahoo könne die Suchergebnisse auf verschiedenen Plattformen stärker selbst gestalten, teilten die Unternehmen(öffnet im neuen Fenster) am 16. April 2015 mit. "Suche war – und wird das auch weiterhin sein – ein unglaublich wichtiger Teil von Yahoo" , schrieb Yahoo-Chefin Marissa Mayer in einem Blogbeitrag(öffnet im neuen Fenster) . Der aufgefrischte Vertrag sei ein wichtiger Schritt für die "Renaissance" von Yahoo.

Yahoo werde weiterhin Suchergebnisse und Werbung von Microsofts Bing ausliefern. Hier werde Microsoft nun der alleinige Anzeigenverkäufer.

Microsoft und Yahoo gaben im Februar 2010 ihre Suchallianz bekannt. Dabei wurde die Yahoo-Suchmaschine auf Microsofts Plattform Bing umgestellt. Im Gegenzug übernahm Yahoo den exklusiven Vertrieb sämtlicher Online-Anzeigen an Premium-Werbekunden beider Unternehmen.

Mayer hatte laut dem Blog All Things D früher öffentlich erklärt, dass sie unzufrieden mit der Entwicklung der Partnerschaft mit Microsoft für Yahoo sei.

Umsatzanteile zwischen Microsoft und Yahoo

Im Jahr 2013 hatte Mayer versucht, die Kooperation mit Microsoft in zwei Ländern nicht umzusetzen. Das ging aus Gerichtsunterlagen hervor . Yahoo hatte die Vereinbarung in zwei Märkten nicht wie geplant umsetzen wollen, wurde aber im Oktober 2013 gezwungen, den Vertrag genau einzuhalten.

Nach dem ursprünglichen Pakt zahlt Microsoft an Yahoo während der ersten fünf Jahre der Vereinbarung 88 Prozent des Suchmaschinen-generierten Umsatzes. Nach fünf Jahren konnte der Vertrag, der über zehn Jahre läuft, nun neu verhandelt werden.


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