Bing: Yahoo kann Suchpartnerschaft mit Microsoft beenden
Yahoo kann die Suchpartnerschaft mit Microsoft ab dem 1. Oktober 2015 jederzeit beenden. Das geht aus einer Pflichtmitteilung(öffnet im neuen Fenster) des Unternehmens an die US-Börsenaufsicht SEC hervor. Bisher war eine Kündigung nur möglich, wenn bestimmte Ziele nicht erfüllt werden.
"Suche war – und wird das auch weiterhin sein – ein unglaublich wichtiger Teil von Yahoo", schrieb Yahoo-Chefin Marissa Mayer in einem Blogbeitrag nach Bekanntgabe des neuen Vertrags in der vergangenen Woche. Der aufgefrischte Vertrag sei ein wichtiger Schritt für die "Renaissance"von Yahoo.
Der Vertrag, der noch bis zum Jahr 2020 läuft, kann nun einfach durch eine schriftliche Mitteilung beendet werden.
Microsoft und Yahoo gaben im Februar 2010 ihre Suchallianz bekannt. Dabei wurde die Yahoo-Suchmaschine auf Microsofts Plattform Bing umgestellt. Im Gegenzug übernahm Yahoo den exklusiven Vertrieb sämtlicher Online-Anzeigen an Premium-Werbekunden beider Unternehmen.
Mayer hatte laut dem Blog All Things D früher öffentlich erklärt, dass sie unzufrieden mit der Entwicklung der Partnerschaft mit Microsoft für Yahoo sei.
Umsatzanteile zwischen Microsoft und Yahoo
Im Jahr 2013 hatte Mayer versucht, die Kooperation mit Microsoft in zwei Ländern nicht umzusetzen.
Nach dem ursprünglichen Pakt zahlt Microsoft an Yahoo während der ersten fünf Jahre der Vereinbarung 88 Prozent des Suchmaschinen-generierten Umsatzes. Nach fünf Jahren konnte der Vertrag, der über zehn Jahre läuft, neu verhandelt werden. Durch den erneuerten Vertrag ist die Suchpartnerschaft für Desktop und Mobile nicht mehr exklusiv.


