Binär-Optimierer: Facebooks Bolt beschleunigt den Linux-Kernel deutlich

Auch nach dem Kompiliervorgang kann Facebook mit dem Werkzeug Bolt Binärdateien noch weiter optimieren. Für den Linux-Kernel zahlt sich das aus.

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Der Linux-Kernel kann mit Bolt beschleunigt werden.
Der Linux-Kernel kann mit Bolt beschleunigt werden. (Bild: Pixabay)

Die Entwicklungsabteilung von Facebook nutzt das selbst erstellte Werkzeug Bolt offenbar auch erfolgreich für den Linux-Kernel. Das geht aus einem Vortrag von Maksim Panchenko auf der diesjährigen Linux Plumbers Conf hervor. Bei Bolt handelt es sich um einen sogenannten Post-Link-Time-Optimizer, also um ein Werkzeug, das im Kompiliervorgang bereits erstellte Binärdateien noch weiter optimiert. Der Name steht dabei für Binary Optimization and Layout Tool.

Panchenko vergleicht die Fähigkeiten und vor allem Ergebnisse von Bolt in seinem Vortrag dabei vor allem mit bekannten Compiler-Optimierern wie Profile Guided Optimization (PGO) und Link-Time Optimization (LTO). Zusätzlich zu diesen könnten die Binärdateien weiter massiv beschleunigt werden. Facebook spricht hier gar von "Beschleunigung im zweistelligen Bereich".

Für den Einsatz von Bolt im Zusammenhang mit dem Linux-Kernel ergeben sich darüber hinaus aber einige Probleme, was wohl vor allem auf den Aufbau und die Funktionsweise des Kernels selbst zurückzuführen ist. Dazu gehöre etwa Code, der sich zur Laufzeit selbst verändern könne. Hinzu kämen Probleme wie etwa das Exception Handling, das sich mit Bolt nicht einfach umsetzen lasse.

Weitere Details zu Bolt liefert der Vortrag sowie auch der Open-Source-Code des Projekts auf Github. Dass Ideen wie Bolt ein erstrebenswerter Mehraufwand beim Erstellen von Binärdateien sein können, beweisen neben den Arbeiten von Facebook auch Googles Arbeiten an einer ähnlichen Idee. Auf Grundlage von Experimenten mit Bolt hat Google deshalb das Propeller-Framework für den Compiler-Baukasten LLVM erstellt, was letztlich im Hauptzweig eingepflegt wurde.

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