Billig-iPhone: Chinesische Zeitung widerruft Apple-Interview

Die chinesischsprachige Tageszeitung Shanghai Evening News hat ihr Interview mit Apples Marketingchef Phil Schiller in wesentlichen Passagen geändert. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) , die ihren Bericht(öffnet im neuen Fenster) über das Interview daraufhin zurückzog. Apple habe nur bestätigt, dass das Interview stattgefunden hat.
Laut dem ursprünglichen Bericht hatte Schiller gesagt: "Zuerst waren Nicht-Smartphones beliebt auf dem chinesischen Markt, jetzt werden billige Smartphones immer beliebter und Nicht-Smartphones sind out." Er fügte hinzu: "Trotz der Popularität von billigen Smartphones wird dies nie die Zukunft der Apple-Produkte sein. In der Tat haben wir nur 20 Prozent Marktanteil bei Smartphones, aber wir machen 75 Prozent des Gewinns."
Apple kommentiert praktisch nie Marktgerüchte, weshalb die Aussage von Schiller in den Medien mit Interesse aufgegriffen wurde.
Das Wall Street Journal und die Nachrichtenagentur Bloomberg hatten berichtet , dass ein Niedrigpreis-iPhone in der zweiten Jahreshälfte 2013 erscheinen soll. Doch nach den Quellen des Wall Street Journals könnte Apple den Plan auch noch aufgeben.
Laut Bloomberg könne der Preis für das Smartphone bei 99 bis 149 US-Dollar liegen. Dem Bericht zufolge arbeitet Apple bereits seit Februar 2011 an dem Smartphone, das in China und in anderen Staaten mit sogenannten aufstrebenden Märkten und in Entwicklungsländern angeboten werden soll. Um Kosten zu sparen, solle das iPhone in einem Kunststoffgehäuse ausgeliefert werden. Andere Standardkomponenten sollten vom aktuellen iPhone 5 oder von Vorläufermodellen kommen.