Abo
  • Services:

Bill Gates: "Wir brauchen Grenzen der heimlichen E-Mail-Überwachung"

Wie weit darf staatliche Überwachung gehen? Microsoft-Gründer Bill Gates schaltet sich in die Debatte ein und setzt sich gegen Automatismen ein. Blackberrys CEO ist dagegen für eine weitergehende Zusammenarbeit mit Behörden.

Artikel veröffentlicht am ,
Microsoft-Chef Bill Gates.
Microsoft-Chef Bill Gates. (Bild: Alex Wong/Getty Images)

Microsoft-Gründer Bill Gates hat sich in die Diskussion um die Befugnisse der Polizei und Geheimdienste in den USA eingemischt. Er unterstützt das Verfahren, das Microsoft gegen die US-Regierung führt. Das Unternehmen hat in der vergangenen Woche Klage eingereicht, um tausende Kunden über heimliche E-Mail-Durchsuchungen informieren zu dürfen. Außerdem wehrt sich der Konzern dagegen, E-Mails von Kunden aus europäischen Datencentern an US-Behörden herauszugeben.

Stellenmarkt
  1. DEUTZ AG, Köln
  2. SD Worx GmbH, Würzburg, Neuss, Lichtentanne, Dreieich, Zwickau

"Es gibt sicherlich einige Fälle, in denen die Regierung in der Lage sein sollte, heimlich Zugang zu den E-Mails eines Unternehmens zu bekommen", sagte Gates einem Reuters-Journalisten. Doch Microsoft plädiere im aktuellen Verfahren dafür, dass das "außergewöhnlich" sein müsse und "dass es keine automatischen Gag-Order" geben dürfe.

Mit Gag-Order (deutsch etwa: Knebelbefehl) wird im US-Recht das Verbot bezeichnet, über bestimmte Überwachungsmaßnahmen öffentlich reden zu dürfen. Er glaube nicht, dass es "Absolutisten" gebe, die glaubten, dass die Regierung alle Informationen oder keine Informationen bekommen solle, sagte Gates, der nicht mehr operativ für Microsoft tätig ist und sich seit einigen Jahren der Bill- und Melinda-Gates-Stiftung widmet.

Backdoors als "Pfad zur Hölle"

Microsofts Chefjurist hatte Hintertüren auf der RSA-Konferenz in San Francisco als "Pfad zur Hölle" bezeichnet, aber gleichzeitig gesagt, dass Microsoft im Fall der Attentate von Paris innerhalb weniger Minuten Daten an Polizeibehörden weitergegeben habe.

Blackberrys CEO John Chen plädiert hingegen für eine breitere Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden. Tech-Unternehmen sollten "vernünftige" Anfragen von Regierungsseite beantworten, sagte er. In der Vergangenheit wurde Blackberry häufiger kritisiert, weil sie Nutzerdaten weitergegeben hatten, etwa im Fall der Unruhen von London im Jahr 2011.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 4,99€
  2. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)
  3. (u. a. Der Marsianer, Spaceballs, Titanic, Batman v Superman)

Sybok 21. Apr 2016

Davon mal abgesehen würde ich gerne wissen was lokale Erfassung von Telemetriedaten...


Folgen Sie uns
       


PC Building Simulator - Test

Der PC Building Simulator stellt sich im Test als langweiliges Spiel, aber gutes Product Placement heraus - inklusive falscher Informationen und Grafikfehlern.

PC Building Simulator - Test Video aufrufen
Datenschutz-Grundverordnung: Was Unternehmen und Admins jetzt tun müssen
Datenschutz-Grundverordnung
Was Unternehmen und Admins jetzt tun müssen

Ab dem 25. Mai gilt europaweit ein neues Datenschutz-Gesetz, das für Unternehmen neue rechtliche Verpflichtungen schafft. Trotz der nahenden Frist sind viele IT-Firmen schlecht vorbereitet. Wir erklären, was auf Geschäftsführung und Admins zukommt.
Von Jan Weisensee

  1. 2019 Schweiz beginnt UKW-Abschaltung
  2. Cybersecurity Tech Accord IT-Branche verbündet sich gegen Nationalstaaten
  3. Black Friday Markeninhaber plant Beschwerde gegen Löschung

Ryzen 7 2700X im Test: AMDs Zen+ zieht gleich mit Intel
Ryzen 7 2700X im Test
AMDs Zen+ zieht gleich mit Intel

Der neue Ryzen 7 2700X gehört zu den schnellsten CPUs für 300 Euro. In Anwendungen schlägt er sich sehr gut und ist in Spielen oft überraschend flott. Besonders schön: die Abwärtskompatibilität.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ryzen 2400GE/2200GE AMD veröffentlicht sparsame 35-Watt-APUs
  2. AMD-Prozessor Ryzen-Topmodell 7 2700X kostet 320 Euro
  3. Spectre v2 AMD und Microsoft patchen CPUs bis zurück zum Bulldozer

Grenzenloser Datenzugriff: Was der Cloud-Act für EU-Bürger bedeutet
Grenzenloser Datenzugriff
Was der Cloud-Act für EU-Bürger bedeutet

Neue Gesetze in den USA und der EU könnten den Weg für einen ungehinderten und schnellen weltweiten Datenzugriff von Ermittlungsbehörden ebnen. Datenschützer und IT-Wirtschaft sehen die Pläne jedoch sehr kritisch.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Kontoeröffnung Kleinganoven, überforderte Hotlines und ein einfaches Konto
  2. Elektronische Beweise EU-Kommission fordert weltweiten Zugriff auf Daten
  3. Panera Bread Café-Kette exponiert Millionen Kundendaten im Netz

    •  /