Bill Gates: "Malariaopfern hilft der Google-Ballon nicht"

Bill Gates hat sich kritisch zu Googles Project Loon geäußert, mit dem durch große Ballons Internet in unterentwickelte Gebiete gebracht werden soll. Er kritisiert auch die sonstigen Hilfsaktivitäten des Microsoft-Konkurrenten.

Artikel veröffentlicht am ,
Bill Gates im Mai 2013
Bill Gates im Mai 2013 (Bild: Win McNamee/Getty Images News)

Bill Gates hält die Entwicklungshilfeaktivitäten von Google, das Internet in arme Länder bringen will, nicht unbedingt für sinnvoll. In einem Interview mit der Website Businessweek sagte Gates: "Wenn Sie an Malaria sterben, dann blicken Sie in den Himmel und sehen den Ballon - und ich bin mir nicht im Klaren darüber, wie der Ihnen helfen soll."

Googles Internetzugang Loon funktioniert mit Ballons in der Stratosphäre und soll Geschwindigkeiten aktueller 3G-Modems erreichen. Ein einzelner Ballon kann bei einer Höhe von 20 km einen Durchmesser von 40 km abdecken. Die Energieversorgung der Loon-Ballons wird über Solarzellen realisiert, die Akkus aufladen und damit auch den Nachtbetrieb sichern.

Er sei zwar ein großer Verfechter der digitalen Revolution und es nütze viel, medizinische Zentren und Schulen online zu bringen, aber die wichtigsten Probleme von Menschen in sehr armen Ländern, löse das nicht. "Wenn ein Kind Durchfall bekommt, dann gibt es keine Website, die dagegen etwas tun kann", sagte der Microsoft-Mitgründer, der über die Bill & Melinda Gates Foundation gegen Malaria und Durchfallerkrankungen in der Dritten Welt durch Unterstützung von Forschung, aber auch durch konkrete Hilfsprojekte kämpft.

Auch über Charity-Projekte von Google äußerte sich Gates recht negativ. Google.org - die Non-Profit-Organisation von Google - entwickelt nach eigenen Angaben Technologien mit denen globalen Herausforderungen begegnet werden kann. Gates lässt im Interview mit Businessweek an den konkreten Inhalten kaum ein gutes Haar: "Google ist mit dem Versprechen gestartet, sich breit aufzustellen, hat Larry Brilliant eingestellt und bekam fantastische Publicity. Und dann hat es diese ganze Arbeit eingestellt." Nun bearbeite Google nur noch sein Kerngeschäft. Das helfe den Armen nicht, resümiert Gates. Allerdings existiert Google.org nach wie vor und stellt vornehmlich Informationen für Menschen zur Verfügung, die durch Katastrophen betroffen sind.

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bernd71 12. Aug 2013

Das mag ja alles stimmen, aber muss Google alle dies Probleme angehen? Internet ist ihr...

spiderbit 10. Aug 2013

naja Mangel Ernährung haben wir hier auch nur eben anders geartet steht extra dabei das...

wmayer 10. Aug 2013

Aber warum erst "1st World Problems" bekämpfen, wenn es genug andere lebensbedrohliche...

Natchil 09. Aug 2013

Soll es ja auch nicht, Google forscht nun mal nicht an Malaria. Aber die Leute können...



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