Bildung: Flatrate-Tarif für Schüler und Lehrer-Laptops geplant

Mit 500 Millionen Euro wollen Bund und Länder Laptops für die Lehrerschaft finanzieren. Die Telekom plant eine spezielle Flatrate.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Bund und Länder wollen bessere digitale Bildung, die Realität zum Schulstart ist derweil weiter analog.
Bund und Länder wollen bessere digitale Bildung, die Realität zum Schulstart ist derweil weiter analog. (Bild: Maja Hitij/Getty Images)

Bund und Länder planen wegen der Corona-Pandemie ein weiteres 500-Millionen-Euro-Paket, um die Digitalisierung in der Bildung zu beschleunigen. Bei einem Treffen im Kanzleramt am Donnerstagabend vereinbarten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), SPD-Chefin Saskia Esken, Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) und die Kultusminister mehrerer Bundesländer entsprechende Schritte, konkrete Beschlüsse müssen aber noch gefasst werden.

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Grundsätzlich vereinbart wurde, dass Lehrkräfte mit "digitalen Endgeräten", also beispielsweise Laptops, ausgestattet werden sollen. Dafür sind Esken zufolge die 500 Millionen Euro gedacht. Bei etwa 820 000 Lehrkräften an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen (Statistisches Bundesamt) wären das rechnerisch jeweils rund 600 Euro pro Gerät, also eher Geräte der unteren Mittelklasse. Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU), der bei dem Treffen mit Kanzlerin Merkel dabei war, sagte der Deutschen Presse-Agentur am Freitag, beim Thema Dienstlaptops fange jetzt der Abstimmungsprozess an. Er rechne damit, dass das bis Jahresende "unter Dach und Fach" sei.

Ähnliche Initiativen zur Verbesserung der digitalen Bildung hatten einige Länder zuvor bereits selbst angekündigt, etwa Nordrhein-Westfalen, das alle Lehrkräfte und alle bedürftigen Schüler mit Laptops ausstatten will. In Berlin sind mehrere Hundert Server bewilligt worden. Ebenso soll die Breitbandanbindung von Schulen verbessert werden. Bund und Länder wollen dies nun offenbar stärker gemeinsam angehen.

Bildungsflatrate der Telekom

Die Deutsche Telekom will für Schülerinnen und Schüler einen Internettarif mit einer 10-Euro-Flatrate zum digitalen Lernen anbieten. Es gehe um einen Mobilfunktarif ausschließlich mit Datennutzung, aber auch unbegrenztem Volumen, sagte ein Telekom-Sprecher am Freitag in Bonn. Der Tarif soll nur für Bildungsinhalte nutzbar sein. "Netflix kann man damit nicht abrufen." Wer dieses Angebot nutzen können soll, sollten die Schulen und Schulträger entscheiden.

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Details dazu, wie die Limitierung auf Bildungsinhalte technisch durchgesetzt werden soll und was genau das Unternehmen darunter versteht, ist jedoch nicht klar. So erlaubt etwa Netflix seit Längerem, einige ausgewählte Dokumentation explizit für den Einsatz im Unterricht zu nutzen. Damit diese auch während der Corona-Krise ohne Netflix-Account gesehen werden können, stehen diese auf Youtube.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sagte am Freitag, sie habe Telekommunikationsanbieter angeschrieben und um günstige Tarife für Schülerinnen und Schüler gebeten, deren Eltern bisher keine Netzanbindung bezahlen könnten. Die Rückmeldungen der Unternehmen seien positiv. Nach Angaben des hessischen Kultusministers Alexander Lorz hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU) bei den Bund-Länder-Beratungen mitgeteilt, Telekom-Chef Timotheus Höttges habe ihr die 10-Euro-Flatrate zugesagt.

Der Tarif mit der Bildungs-Flatrate solle möglichst zum Ende der Sommerferien in Deutschland bereitstehen, sagte der Telekom-Sprecher. Als letztes Bundesland beendet Baden-Württemberg Mitte September die Sommerferien. In einigen Ländern hat das neue Schuljahr dagegen bereits begonnen.

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Gryphon 18. Aug 2020

Die Software allein, nehme ich an? Für sagen wir mal bis 1000 Clients (für eine...

M3SHUGGAH 17. Aug 2020

Was ist mit Schüler*innen, die in Gebieten leben, wo es weder HSDPA und LTE gibt? Was ist...

mackes 17. Aug 2020

Ist es längst. Stimmt, ein paar schwarze Schafe gibt es wirklich. Das wiederum ist...

zampata 17. Aug 2020

Der Vorteil bei Beamten ist dass die Meinung der Beamten da keine Rolle spielt ;-) Das...

richtchri 17. Aug 2020

Warum sollte man in die USA blicken, wenn wir doch so viele Nachbarn haben, die uns ein...



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