Bildformat: Facebook bittet Mozilla um WebP-Unterstützung
Facebook experimentiert seit einiger Zeit mit dem von Google entwickelten Bildformat WebP. Dieses verspricht kleinere Datenmengen bei gleicher optischer Qualität und vereinigt zudem die Vorzüge von JPEG und PNG in einem Format. Bryan Alger, der bei Facebook untersucht, ob ein Wechsel auf WebP als Bildformat sinnvoll ist, stellt in einem Eintrag in Mozillas Bugtracker(öffnet im neuen Fenster) in Aussicht, dass Facebook schon bald damit beginnen könnte, WebP regulär als Bildformat einzusetzen. Er würde sich daher sehr freuen, wenn Firefox möglichst bald WebP unterstützen würde.
Damit ist Facebook nicht allein: Auch Everything.me hat sich kürzlich mit dem Umstieg auf WebP beschäftig. Everything.me zeigt Nutzern ein Raster von Applikations-Icons, die vom Server geliefert werden. Da die Designer dabei gern Bilder mit Alpha-Kanal nutzen würden, wurden PNG und WebP im Vergleich mit JPEG für die Icons getestet(öffnet im neuen Fenster).
Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Die aus PNGs erstellten WebP-Bilder waren nur halb so groß wie die entsprechenden Icons in einer JPEG-Version, denen zudem der Alpha-Kanal fehlte. Everything.me will daher in der nächsten Version seiner Android-App auf WebP umsteigen.
Mozilla hatte im April angekündigt nochmals zu überprüfen, ob Firefox und WebP-Unterstützung erweitert wird. 2011 hatte Mozilla die Unterstützung von WebP noch abgelehnt, da für eine echte Alternative zu JPEG und PNG einige wesentliche Funktionen fehlten. Außer Google unterstützt unter den großen Browser-Herstellern bisher nur Opera WebP.
Mittlerweile hat Google WebP aber um einige der damals fehlenden Funktionen erweitert. Unter anderem unterstützt WebP mittlerweile Animationen und speichert Exif-Daten sowie Farbprofile. Zudem lassen sich mit WebP Bilder auch verlustfrei komprimieren und es wird Transparenz (Alpha-Kanäle) unterstützt, auch bei verlustbehafteter Kompression.
Laut Google sind verlustfrei mit WebP komprimierte Bilder im Vergleich zu PNG-Dateien rund 26 Prozent kleiner. Bei verlustbehafteter Kompression soll WebP bei gleicher visueller Qualität um 25 bis 34 Prozent kleinere Dateien erzeugen als JPEG.
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