Bildersammlung per Auto: Berlin lässt alle Straßen dreidimensional erfassen
Der Berliner Senat lässt alle Straßen der Stadt mit Kameraautos fotografieren. So sollen die Behörden aktuelles Datenmaterial erhalten. Die Ausschreibung für das Fotovorhaben wurde laut einem Bericht der Berliner Morgenpost(öffnet im neuen Fenster) auf der Vergabeplattform des Landes veröffentlicht.
Bewerber sollen vorab Testaufnahmen machen, die dann bewertet werden. Die Teststrecke besteht aus einem Korridor zwischen Kottbusser Tor, Paul-Lincke-Ufer und Manteuffelstraße.
Zwischen April und August 2021 sollen alle Berliner Straßen abgefahren und abgelichtet werden. Dabei werden aber nicht nur Fotos, sondern auch 3D-Daten erzeugt, um ein digitales Bild der Stadt zu erhalten. Die Daten sollen von den Berliner Behörden genutzt werden, um Arbeitsabläufe zu digitalisieren.
Auf den Dächern von Fahrzeugen werden Kameras montiert, deren Aufnahmen zunächst im Fahrzeug gespeichert und dann zusammengeführt werden. In Berlin gibt es rund 5.700 Kilometer Straßen. Aber auch in Bereichen, in denen Autos nicht fahren können, soll fotografiert werden. Dazu werden dann kleinere Fahrzeuge oder tragbare Systeme eingesetzt.
Schon einmal waren Fahrzeuge im Auftrag von Google in Berlins Straßen unterwegs und machten Aufnahmen. Damals gab es Proteste und die Möglichkeit, Häuserfronten verpixeln zu lassen, auch wenn darauf keine Menschen zu sehen waren. Abbilder von Personen und Autokennzeichen wurden automatisch verpixelt, was auch die Berliner Verwaltung machen will. Der Senat will die Häuserfronten nicht vollständig aufnehmen, sondern nur bis in eine Höhe von maximal sechs Metern.
Es handelt sich nicht um die erste Digitalisierung der Stadt. Nach Angaben der Morgenpost wurden im Auftrag des Senats die Straßen bereits 2014 und 2015 fotografiert .
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