China: Überwachungssystem erkennt Personen an ihrem Gang

Wer braucht schon Gesichtserkennung? In China wird ein Überwachungssystem entwickelt, das Bürger an ihren einzigartigen Gangarten erkennt. Die Software soll sich auch von absichtlich anderem Laufen nicht täuschen lassen. Ganz in Echtzeit funktioniert das aber noch nicht.

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Auch John Cleese soll das Überwachungssystem nicht täuschen können.
Auch John Cleese soll das Überwachungssystem nicht täuschen können. (Bild: Pixabay.com/CC0 1.0)

Chinesische Behörden arbeiten an einem Bilderkennungssystem, das Personen an ihren Eigenheiten beim Gehen erkennt. Die Technik Gait Recognition werde bereits im öffentlichen Raum in Beijing und Shanghai eingesetzt, berichtet die US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP). Der Vorteil darin soll sein, dass Personen auch dann identifiziert werden können, wenn ihr Gesicht durch ein Hindernis oder eine Kopfbedeckung nicht sichtbar ist. Entwickelt wird die Software von einem Unternehmen namens Watrix.

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Dessen CEO Huang Yongzhen äußert sich zu seinem Produkt: "Man braucht nicht die Kooperation von Leuten, um ihre Identität feststellen zu können", sagte er in einem Interview mit AP. "Gait kann nicht einfach so durch Humpeln, durch Gehen mit gespreizten Füßen oder durch Buckeln getäuscht werden, da wir Eigenschaften des gesamten Körpers analysieren." Die Annahme ist, dass jede Person eine einzigartige Gangart hat, genauso wie eindeutige Fingerabdrücke.

Mehr Rechenleistung benötigt

Um ein Laufmuster zu erkennen, ist es allerdings notwendig, mehr als nur ein Bild zu analysieren. Eine Videosequenz benötigt mehr Rechenleistung als beispielsweise Gesichtserkennungsprogramme, wie sie ebenfalls in China und anderen Staaten verwendet werden. Aus diesem Grund funktioniert die Software bisher noch nicht in Echtzeit. Stattdessen laden Nutzer Videomaterial in das System hoch. Eine Analyse des Bewegungsmusters dauere laut AP etwa zehn Minuten für eine Stunde Quellmaterial. Zur Aufnahme können herkömmliche Sicherheitskameras verwendet werden.

Obwohl die Technik an sich nicht neu ist, scheint es in China einen starken Bedarf an KI-Systemen zur Bevölkerungsüberwachung zu geben. Ursprünglich haben Japaner, US-Amerikaner und Briten Erkennungssoftware für die Analyse von Laufeigenschaften entwickelt. Die Universität Osaka testet seit 2013 einen praktischen Einsatz.

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