Bilderdienst: Flickr nimmt alle CC-Fotos von Limit aus

Wenige Tage vor der Durchsetzung eines Limits für kostenlose Accounts ändert der Bilderdienst Flickr seinen Umgang mit frei lizenzierten Fotos. Künftig seien alle öffentlichen, frei lizenzierten Bilder auf Flickr geschützt, teilte das Unternehmen in einem Blogbeitrag(öffnet im neuen Fenster) vom 9. März 2019 mit. Am 12. März 2019 läuft eine bereits verlängerte Frist ab , nach der kostenlose Nutzerkonten auf 1.000 Bilder beschränkt sind .
Flickr wollte ursprünglich schon am 5. Februar 2019 damit beginnen, alle Fotos zu löschen, die über dem Limit liegen. Die ältesten Uploads sollten zuerst entfernt werden. Bislang wollte Flickr nur solche Fotos von der Löschung ausnehmen, die bereits vor dem 1. November 2018 auf der Plattform unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlich worden waren. Nun gilt der Schutz der Fotos "unabhängig vom ihrem Upload-Datum" .
Wie weit geht die Regelung?
Unklar ist allerdings, ob das auch dann gilt, wenn ein Nutzer sein Limit bereits ausgeschöpft hat und ein neues Fotos hochladen möchte. Nach Ansicht von US-Medien wie The Verge(öffnet im neuen Fenster) oder Engadget(öffnet im neuen Fenster) soll dies künftig möglich sein. Aus dem Blogbeitrag selbst geht das nicht eindeutig hervor. Ein Indiz dafür ist jedoch die Aussage: "Wir haben Creative Commons unterstützt, solange wir auf dem Markt sind und freuen uns, dies auch für neu hochgeladene Inhalte zu tun."
Abgeschafft hat Flickr allerdings die Möglichkeit, die Fotolizenzen massenhaft per Mausklick zu ändern. Damit soll verhindert werden, dass Nutzer alle ihre Fotos unter einer neuen Lizenz veröffentlichen, ohne sich über die Auswirkungen der verschiedenen Lizenzmodelle, die zur Auswahl stehen, im Klaren zu sein. Nun muss die Lizenz einzeln für jedes Foto geändert werden.
Der Löschung von Fotos können Nutzer entgehen, wenn sie ein kostenpflichtiges Pro-Abo abschließen. Flickr Pro kostet jährlich rund 50 US-Dollar und beinhaltet künftig unbegrenzten Speicherplatz für Fotos und Videos in voller Auflösung, keine Werbung und erweiterte Abrufstatistiken. Bislang stand bei einem kostenlosen Account ein Terabyte an Speicherplatz zur Verfügung.
Flickr war vor gut einem Jahr vom IT-Konzern Yahoo an Smugmug verkauft worden . Anfang dieses Monats hatte Flickr angekündigt(öffnet im neuen Fenster) , das verpflichtende Login über Yahoo abzuschaffen.



