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Bilddatenbank: Shutterstock-Mitarbeiter rebellieren gegen Zensur in China

Der Bilderdienst Shutterstock hat in China zahlreiche Suchbegriffe gesperrt, die der chinesischen Regierung nicht genehm sind - unter anderem im Zusammenhang mit Taiwan und den Protesten in Hongkong. Viele Mitarbeiter haben sich mit einer Petition dagegen zur Wehr gesetzt.

Artikel veröffentlicht am ,
Bilder wie dieses von den Protesten in Hongkong finden Shutterstock-Nutzer in China nicht mehr.
Bilder wie dieses von den Protesten in Hongkong finden Shutterstock-Nutzer in China nicht mehr. (Bild: LILLIAN SUWANRUMPHA/AFP via Getty Images)

In China finden Nutzer der Bilddatenbank Shutterstock seit kurzem zu zahlreichen Begriffen keine Fotos mehr. Der Dienst hat in Zusammenarbeit mit der chinesischen Regierung Suchbegriffe wie "Präsident Xi", "Flagge Taiwans", "Diktator" und "Regenschirm" gesperrt. Die Proteste in Hongkong sind auch als Regenschirmproteste bekannt. Shutterstock bietet seinen Nutzern Bildmaterial zu einer Vielzahl von Themen an, die in eigenen redaktionellen Beiträgen weiterverwendet werden können.

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Wie The Intercept berichtet, sind zahlreiche Mitarbeiter von Shutterstock mit der Entscheidung der Geschäftsführung unzufrieden, den Vorgaben der chinesischen Einparteienregierung zu folgen. In einer von 180 Angestellten unterzeichneten Petition sprechen sich die Mitarbeiter gegen die Sperrliste aus und beschuldigen Shutterstock, seine Werte zu verkaufen.

Der Geschäftsführer von Shutterstock, Jon Oringer, hat in einer Stellungnahme auf die Petition geantwortet. Er argumentiert, dass es besser sei, chinesischen Nutzern überhaupt Zugang zu einem großen Teil des Shutterstock-Angebots zu geben als gar nicht. Dafür scheint es für Oringer akzeptabel zu sein, die Auflagen Chinas zu akzeptieren.

Shutterstock: Besser Datenbank mit Zensur als gar keine

Im Gespräch mit The Intercept äußert ein Mitarbeiter anonym die Befürchtung, dass sich die Zensur ausweiten könnte. Oringer habe keine Erklärung dafür geliefert, was Shutterstock machen werde, sollte China eine Ausweitung der Sperrliste verlangen. Mittlerweile hat bereits ein erster langjähriger Angestellter auf Twitter seine Kündigung bei Shutterstock wegen der Sperrliste bekanntgegeben.

Der mit The Intercept in Kontakt stehende Mitarbeiter ergänzt, dass die Angelegenheit für viele Shutterstock-Angestellte persönlicher Natur sei: Eine Reihe sei in autoritären Regimes aufgewachsen. Sie könnten sich zu der aktuellen Sachlage nicht äußern, da sie Visumsprobleme befürchten müssten. "Jeden Tag, den wir zur Arbeit erscheinen, machen wir die Welt zu einem schlechteren Ort", sagt der Mitarbeiter. "Und wofür? Um in China Fotos von geschnittenen Früchten auf weißem Hintergrund zu verkaufen."

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User_x 11. Dez 2019 / Themenstart

Früher oder später werden wir auch hier diese Verhältnisse haben, weil auch hier nur...

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