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Bildcodec: Chrome unterstützt AVIF

Dank Googles Chrome könnte AVIF zu großer Verbreitung im Web kommen, denn auch der Firefox unterstützt die Technik auf Basis von AV1 .
/ Sebastian Grüner
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Googles Chrome-Browser unterstützt AVIF. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Googles Chrome-Browser unterstützt AVIF. Bild: Tobias Költzsch/Golem.de

Aktuelle Versionen des für Entwicklung gedachten Dev-Channel von Googles Chrome-Browser unterstützen die Darstellung von Bildern in dem noch relativ neuen Format AVIF. Anders als bei einigen anderen Experimenten mit neuer Technik in dem Browser steht die Funktion direkt in den aktuellen Builds des Dev-Channel bereit und muss nicht etwa über einen sogenannten Flag aktiviert werden. Zuvor ließ sich AVIF nur über eine Kommandozeilenoption aktivieren und testen. Die aktuelle Umsetzung in Chrome 85(öffnet im neuen Fenster) ohne weiteres Zutun ist ein Zeichen dafür, dass das Bildformat von dem Entwicklungsteam des Browsers als stabil genug erachtet wird.

Das ist aber wenig überraschend. So unterstützt der Chrome-Browser bereits den neuen freien Videocodec AV1. Das Bildformat AVIF ist direkt davon abgeleitet, was Chrome schon länger unterstützt. In dem dazugehörigen Beitrag zur Umsetzung der Technik(öffnet im neuen Fenster) heißt es außerdem, dass ein sinnvoller A/B-Test für die Technik kaum möglich sei. Außerdem gebe es ein großes Interesse an der Technik. Auch das Team des Firefox-Browsers habe sich dazu entschieden, AVIF-Support zu implementieren. Nun folgt das Chrome-Team.

Im Firefox-Browser können erste Experimente mit AVIF seit Anfang Mai dieses Jahres durchgeführt werden. Auch dort war dies zunächst nur über eine spezielle Konfigurationsoption möglich. In der aktuellen Nightly-Version des Firefox-Browsers(öffnet im neuen Fenster) erstellte das Team darüber hinaus eine neue Unterseiten in den Einstellungen, die ein leichtes Aktivieren neuer experimenteller Funktionen ermöglicht. Dort lässt sich nun auch AVIF im Firefox aktivieren, das anders als bei Chrome noch nicht standardmäßig aktiviert ist.

Erst vor wenigen Monaten kündigte der Videostreaminganbieter Netflix an , das freie Bildformat in seinem Dienst statt JPEG zu nutzen. In seinem Tech-Blog stellte Netflix dazu Bilder in beiden Formaten im direkten Vergleich gegenüber, wobei JPEG deutlich schlechter abschnitt als AVIF. Netflix ist ebenso wie andere Anbieter auf den Support durch die Browserhersteller angewiesen, um AVIF für seine Webseite nutzen zu können. Dies dürfte künftig kein Problem mehr sein.


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