Bildbearbeitungstool bei Github: Triangula und die Schönheit der Mathematik

Triangula ist ein gelungenes Tool, um Bilder kunstvoll in Polygone zu zerlegen. Mit einem weiteren Tool können sie als Platzhalter auf Webseiten eingesetzt werden.

Artikel von Kristof Zerbe veröffentlicht am
Tulpen, mit Triangula leicht fragmentiert
Tulpen, mit Triangula leicht fragmentiert (Bild: Kristof Zerbe)

In unserer Reihe Helferlein stellen wir kleine Entdeckungen vor: coole Werkzeuge, die das Leben ein bisschen leichter machen.

Inhalt:
  1. Bildbearbeitungstool bei Github: Triangula und die Schönheit der Mathematik
  2. Einsatz von Triangula auf der Kommandozeile

Wenn von Triangulation die Rede ist, verstehen Nicht-Mathematiker darunter im Allgemeinen eine geometrische Methode zur Abstandsmessung. Grob gesagt kann man über zwei bekannte Punkte im Raum einen dritten über die Winkel zu ihm berechnen. In dem einen oder anderen Hollywood-Kriegs- oder Spionagefilm ist den meisten das sicherlich schon mal untergekommen.

Triangulation bezeichnet aber auch das Zerlegen einer Fläche in Dreiecke oder ganz generell die Beschreibung eines Objektes mittels Polygonen. Verwendung findet das in der Topologie und der Landvermessung, aber auch in bildgebenden Verfahren der Modellierung.

Wie wunderbar man dieses Feld der Mathematik auf Fotos anwenden kann, zeigt der Github-Nutzer RyanH mit seinem in Go geschriebenen Programm Triangula, das ein gegebenes JPG- oder PNG-Bild zunächst grob in Dreiecke zerlegt und dann über Mutationen immer weiter verfeinert.

Dabei lässt sich unter anderem festlegen, mit wie vielen Punkten man starten möchte und wie viele Mutationen das Programm durchführen soll. Auch ist es möglich, das neue Bild über Sechsecke (Hexagone) zu berechnen statt über klassische Dreiecke.

  • Tulpen im Vergleich: oben das Originalbild, in der Mitte das PNG-Bild, unten das SVG-Bild (Bild: Kristof Zerbe)
  • Sehr simple, aber funktionale Oberfläche des ebenfalls in Go geschriebenen Tools tip zur Erzeugung von binären Platzhaltern für Webseiten (Bild: Kristof Zerbe)
  • Oberfläche des in Go geschriebenen Tools Triangula (Bild: Kristof Zerbe)
Oberfläche des in Go geschriebenen Tools Triangula (Bild: Kristof Zerbe)

Das Ergebnis sind stilisierte Abbildungen des Originals, die man zum Beispiel als schicken Desktop-Hintergrund verwenden kann. Durch die Abstraktion des eigentlichen Motivs sind solche Bilder auch sehr gut geeignet als Header-Images auf Webseiten wie zum Beispiel Blogs, wenn das Bild nicht vom eigentlichen Inhalt ablenken soll. Ein solches Bild hat eine große Nähe zum Original, wirkt aber eher wie Kunst.

Als Ausgabeformat steht neben PNG auch SVG (Scalable Vector Graphics) zur Verfügung, was sinnvoll ist, denn SVG ist ein XML-Format und die vom Programm berechneten Polygone kann man auch direkt als entsprechende polygon-Einträge als Text wegschreiben. Die erzeugten SVG-Dateien sind dabei je nach Original um den Faktor 30 kleiner und passen so an vielen Stellen besser zu knappen Bandbreiten oder aufgebrauchten Verbrauchslimits im Internet.

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Einsatz von Triangula auf der Kommandozeile 
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KristofZ 30. Nov 2021

Ja, es gibt eine Online-Demo, die auf der Github-Seite verlinkt ist, aber kaum Optionen...

theFiend 30. Nov 2021

Also auf nem AMD 5800x läuft es recht problemlos und fott...

o0tjay 29. Nov 2021

sind das false positives? virustotal_com/gui/file...

xazzzu 29. Nov 2021

"Je nachdem, wie gut die Internetverbindung ist und der Verstand des Entwicklers einer...



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