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Bildbearbeitungs-App: Prisma offiziell für Android erhältlich

Nach dem Beta-Test folgt die offizielle Freischaltung: Die beliebte Bildbearbeitungs-App Prisma ist für Android verfügbar. Wie bei der iOS -Version müssen sich Nutzer aber damit abfinden, dass ihre Fotos auf Server des Anbieters hochgeladen werden.
/ Tobias Költzsch
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Eine klassische Denkerpose (Bild: Prisma, Tobias Költzsch/Golem.de)
Eine klassische Denkerpose Bild: Prisma, Tobias Költzsch/Golem.de

Die Bildbearbeitungs-App Prisma(öffnet im neuen Fenster) steht nach einem abgeschlossenen Beta-Test für Android-Nutzer zur Verfügung. Bisher war die Anwendung nur für iOS und damit nur auf iPhones und iPads erhältlich.

Mit Prisma können Nutzer ihre Fotos in kleine Kunstwerke verwandeln lassen. Dafür stehen verschiedene Filter zur Verfügung, die an verschiedene Mal- und Zeichenstile angelehnt sind. Was Prisma von anderen Apps unterscheidet, ist künstliche Intelligenz.

Algorithmus wandelt das Bild um

Anstatt einen statischen Filter über das Foto zu legen, zeichnet oder malt ein Algorithmus das Bild komplett neu. Ähnlich wie Googles Deep Dream kommen dabei neuronale Netzwerke zum Einsatz. Heraus kommen Bilder, in denen beispielsweise Details in einen einzigen Pinselstrich zusammengelegt werden - was die Illusion eines echten Gemäldes verstärkt.

Die Berechnung dieser Bilder kann den Machern von Prisma zufolge nicht einmal auf sehr leistungsstarken Smartphones erfolgen, da sie auch hier noch zu lange benötigen würde. Daher ist es auch bei der Android-Version der App notwendig, seine Bilder auf den Server des Herstellers zu laden, wo diese dann verarbeitet werden.

Prisma kann Nutzerdaten für Werbezwecke teilen

Neben einer steigenden Nutzung des mobilen Datenvolumens bringt das vor allem Bedenken bezüglich der Nutzungsrechte und des Datenschutzes. Prisma behält sich in seinen Datenschutzbestimmungen vor, Nutzerdaten mit Drittanbietern zu teilen, darunter auch Werbeunternehmen, die daraufhin zielgerichtete Anzeigen schalten könnten.

Wer Fotos bei Prisma hochlädt, bleibt zwar weiter Urheber und Eigentümer der Bilder (sofern er sie selbst gemacht hat), tritt allerdings weitreichende Nutzungsrechte ab und überträgt Prisma eine weltweite Lizenz, diese Bilder zu vermarkten. Dies ist allerdings auch bei anderen Bilderdiensten wie Instagram der Fall. Ein von manchen Medien konstruierter Privatsphären-Albtraum ist dies eher nicht.


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