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Bildbearbeitung: Neuronales Netzwerk erkennt Photoshop-Manipulationen

Mit Photoshop lassen sich Porträts mitunter sehr subtil, aber aussagekräftig bearbeiten – und für menschliche Betrachter nicht feststellbar. Ein Forscherteam hat ein neuronales Netzwerk darauf trainiert, die Fälschungen zu erkennen.
/ Tobias Költzsch
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Das neuronale Netzwerk erkennt subtile Änderungen. (Bild: Wang et. al./BAIR)
Das neuronale Netzwerk erkennt subtile Änderungen. Bild: Wang et. al./BAIR

Wissenschaftler der Universität von Kalifornien in Berkeley haben in Zusammenarbeit mit Adobe ein neuronales Netzwerk so trainiert, dass es Eingriffe des Bildbearbeitungsprogramms Photoshop erkennt(öffnet im neuen Fenster). Das berichtet unter anderem Techcrunch(öffnet im neuen Fenster).

Der Algorithmus erkennt Manipulationen, die mit Hilfe der Photoshop-Funktion Face Aware Liquify, auf Deutsch "gesichtsbezogenes Verflüssigen", erstellt wurden. Nutzer können damit kleine Details in menschlichen Gesichtern verändern, die unbearbeiteten Proportionen werden dabei nicht verändert – solange mit der Bearbeitung nicht übertrieben wird. Auf diese Weise kann beispielsweise in ein ernstes Gesicht ein Lächeln gezaubert werden.

Menschen können die Fälschungen nicht sicher erkennen

Menschliche Probanden konnten die bearbeiteten Bilder nicht zuverlässig von den unbearbeiteten unterscheiden, im Gegensatz zum Algorithmus. Dieser erkennt nach Angaben der Forscher 99 Prozent der mit gesichtsbezogenem Verflüssigen bearbeiteten Bilder.

Zum Training haben die Wissenschaftler dem neuronalen Netzwerk bearbeitete Bilder zusammen mit den unbearbeiteten Originalen zur Verarbeitung gegeben. Das Netzwerk hat darauf basierend Regelmäßigkeiten festgestellt, die dem menschlichen Auge entgehen.

Neuronales Netzwerk erkennt Fälschungen
Neuronales Netzwerk erkennt Fälschungen (04:21)

Die große Einschränkung ist jedoch, dass das neuronale Netzwerk nur diejenigen Bilder erkennt, die mit ebenjener Funktion bearbeitet wurden. Werden andere Programme oder auch nur eine andere Funktion innerhalb Photoshops verwendet, erkennt der Algorithmus die Fälschung nicht mehr.

Entsprechend eignet sich der Algorithmus auch nur begrenzt zur allgemeinen Erkennung von Bildfälschungen. Solange Fälscher einfach ein anderes Programm verwenden, werden ihre bearbeiteten Bilder nicht als Manipulationen erkannt.


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