Bildbearbeitung: Google gibt Nik Collection auf

Die Software bleibt kostenlos, aktualisiert wird sie aber nicht mehr: Google wird die sieben Bildbearbeitungsprogramme der Nik Collection nicht mehr weiterentwickeln.

Artikel veröffentlicht am ,
Sechs der sieben Programme von Nik Software
Sechs der sieben Programme von Nik Software (Bild: Google)

Google wird seine Bildbearbeitungssoftware Nik Collection nicht mehr aktualisieren. Auch an neue Betriebssysteme wird sie nicht mehr angepasst. Die Anwendungen, die früher 150 US-Dollar kosteten, sind seit März 2016 kostenlos. Sie laufen sowohl unter Windows als auch unter MacOS.

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Zur Nik Collection gehören die Einzelprogramme Analog Efex Pro, Color Efex Pro, Silver Efex Pro, Viveza, HDR Efex Pro, Sharpener Pro und Dfine. Sie können eigenständig gestartet oder als Plugins über Adobe-Software wie Photoshop, Lightroom oder Photohop Elements aufgerufen und zum Beispiel in einer Stapelverarbeitung genutzt werden. Auch andere Anwendungen, die Photoshop-Plugins nutzen können, können die Tools aufrufen. Zur Installation muss mindestens eine Software vorhanden sein, die als Host genutzt wird. Danach ist aber auch der Einzelstart der Anwendungen möglich.

  • Links vor, rechts nach der Entrauschung (Foto: Andreas Donath)
  • Oben vor, unten nach der partiellen Entrauschung (Foto: Andreas Donath)
  • Links vor, rechts nach der Entrauschung (Foto: Andreas Donath)
  • Links vor, rechts nach der Entrauschung (Foto: Andreas Donath)
  • Partielle Entrauschung mit Maskenerstellung (Foto: Andreas Donath)
Oben vor, unten nach der partiellen Entrauschung (Foto: Andreas Donath)

Google hat das Unternehmen Nik Software im September 2012 übernommen. Es stellte damals Bildbearbeitungssoftware unter anderem für das iPad und iPhone her, die Google heute für Android und iOS immer noch unter dem Namen Snapseed vermarktet. Auch eine Desktop-Version von Snapseed existierte, wurde von Google aber kurz nach dem Kauf eingestellt. Die Bildbearbeitungstools der Nik Software Collection wurden kaum weiterentwickelt.

Sieben Programme zur Bildbearbeitung

Silver Efex Pro ist eine Schwarz-Weiß-Fotosoftware, die analoge Filmtypen simulieren kann. Aus modernen Digitalfotos werden damit Aufnahmen, die an antike Fotoplatten und Lochkameras erinnern. Analog Efex Pro ahmt den Bildeindruck historischer und aktueller Farbfilme nach und simuliert die Eigenheiten von Objektiven nachträglich in Digitalfotos.

  • HDR Efex Pro 2 beim Beseitigen chromatischer Aberrationen (Bild: Andreas Donath)
  • Die Standardeinstellung nach dem Zusammenfügen der Bilder in HDR Efex Pro 2 (Bild: Andreas Donath)
  • Mit den U-Points lassen sich Bereiche verändern, ohne dass sie vorher markiert werden müssen. (Bild: Andreas Donath)
  • Das Foto vor der Bearbeitung mit HDR Efex Pro 2 (Bild: Andreas Donath)
  • Das Foto nach der Bearbeitung mit HDR Efex Pro 2 (Bild: Andreas Donath)
Die Standardeinstellung nach dem Zusammenfügen der Bilder in HDR Efex Pro 2 (Bild: Andreas Donath)
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Mit Viveza können selektive Farb- und Kontrastkorrekturen vorgenommen werden, ohne dass vorher aufwendige Masken auf das Bild gemalt werden müssen. Auch eine Schattenaufhellung sowie ein Weich- und Scharfzeichner sind integriert. HDR Efex Pro ermöglicht die Erstellung und punktuelle Nachbearbeitung von HDR-Fotos. Damit sollen im Nachhinein selbst bei schlechten Belichtungssituationen gute Bilder entstehen können.

  • Silver Efex Pro 2 - Effekt vergilbtes Foto (Foto: Andreas Donath)
  • Silver Efex Pro 2 - Effekt Lochkamera (Foto: Andreas Donath)
  • Silver Efex Pro 2 - Effekt dynamische Helligkeit (Foto: Andreas Donath)
  • Silver Efex Pro 2 - Filmkorn (Foto: Andreas Donath)
  • Silver Efex Pro 2 (Foto: Andreas Donath)
  • Silver Efex Pro 2 - vergilbt (Foto: Andreas Donath)
  • Silver Efex Pro 2 - Fotoplatte (Foto: Andreas Donath)
Silver Efex Pro 2 - Effekt vergilbtes Foto (Foto: Andreas Donath)

Dfine ist eine Entrauschungssoftware für Digitalfotos, die auf Wunsch auch nur punktuelle Änderungen vornimmt. Sharpener Pro dient zum selektiven oder generellen Schärfen von Bildern und dem nachträglichen Herausrechnen von Objektivfehlern.

  • Nik Software Color Efex Pro (Foto: Andreas Donath)
  • Nik Software Color Efex Pro (Foto: Andreas Donath)
  • Nik Software Color Efex Pro (Foto: Andreas Donath)
  • Nik Software Color Efex Pro (Foto: Andreas Donath)
  • Nik Software Color Efex Pro (Foto: Andreas Donath)
  • Nik Software Color Efex Pro (Foto: Andreas Donath)
  • Nik Software Color Efex Pro (Foto: Andreas Donath)
  • Nik Software Color Efex Pro (Foto: Andreas Donath)
  • Nik Software Color Efex Pro (Foto: Andreas Donath)
  • Nik Software Color Efex Pro (Foto: Andreas Donath)
  • Nik Software Color Efex Pro (Foto: Andreas Donath)
  • Nik Software Color Efex Pro (Foto: Andreas Donath)
  • Nik Software Color Efex Pro (Foto: Andreas Donath)
  • Nik Software Color Efex Pro (Foto: Andreas Donath)
  • Nik Software Color Efex Pro (Foto: Andreas Donath)
  • Nik Software Color Efex Pro (Foto: Andreas Donath)
Nik Software Color Efex Pro (Foto: Andreas Donath)

U-Points statt Maskenmalerei

Bei allen Anwendungen kommt eine von Nik Software entwickelte Technik zum Erstellen von Bildmarken zum Einsatz, die Google auch bei der mobilen Bildbearbeitung Snapseed verwendet. Die U-Point-Technik ist eine Alternative zu Masken, wie sie in Photoshop eingesetzt werden. Mit den Kontrollpunkten können selektiv Bildbereiche bestimmt werden, auf die der Filter angewendet werden soll. Die Maskierung entfällt. Mehrere U-Points können zu einer Gruppe zusammengefasst werden. Gruppierte Kontrollpunkte lassen sich gemeinsam ansteuern, wobei Änderungen dann auf sämtliche Kontrollpunkte wirken.

  • Nik Software Viveza 2 - Farbstichentfernung an der Hand (Foto: Andreas Donath)
  • Nik Software Viveza 2 - mehrere U-Points gruppiert (Foto: Andreas Donath)
  • Nik Software Viveza 2 - vor der Bearbeitung (Foto: Andreas Donath)
  • Nik Software Viveza 2 - lokale Kontrastanhebung (Foto: Andreas Donath)
  • Nik Software Viveza 2 - lokale Strukturverbesserung (Foto: Andreas Donath)
  • Nik Software Viveza 2 - Kontrollpunkt in der Maskendarstellung (Foto: Andreas Donath)
Nik Software Viveza 2 - mehrere U-Points gruppiert (Foto: Andreas Donath)

Die Kontrollpunkte werden zum Beispiel auf das Grün der Wiese gelegt, zusätzlich noch auf das Blau des Himmels und dann verknüpft. Wird nun die Helligkeit reguliert, ändern sich der markierte Himmel und die Wiese in gleichem Maß. Die Gruppierungen können natürlich auch wieder aufgehoben werden.

Die Nik Software Collection für Windows und OS X kann noch immer kostenlos und ohne Registrierung von Googles Website heruntergeladen werden.

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MarioWario 31. Mai 2017

Vllt. war das Design zu verratzt und nur die Algorithmen überleben im Google-Matmos.

tezmanian 31. Mai 2017

Weil Google die gekauft hat um Sie in Ihre Fotopalette einzubauen, wenn das nun...

Anonymer Nutzer 31. Mai 2017

Es gibt große Organisationen die als Holding organisiert sind, die die einzelnen Marken...

schap23 31. Mai 2017

Wenn Google die Software nicht als Open Source zur Verfügung stellt, kann es auch...

Wulfman 31. Mai 2017

Die Kaufversion ging ja leider nicht per RDP. Der Grund war ja das man NIK für einen PC...



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