Bildbearbeitung: Google-Algorithmus entfernt Wasserzeichen auf Fotos

Kommerzielle Fotoagenturen schützen ihre Bilder häufig mit sichtbaren Wasserzeichen. Doch Google-Forscher haben den Schutz geknackt. Und geben Tipps für Verbesserungen.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Wasserzeichen lassen sich "nahezu perfekt" entfernen.
Die Wasserzeichen lassen sich "nahezu perfekt" entfernen. (Bild: Google.de/Screenshot: Golem.de)

Sichtbare Wasserzeichen zum Schutz kommerziell genutzter Bilder lassen sich laut Google mit einem Programm mit großer Genauigkeit entfernen. Das berichteten die Google-Forscher Tali Dekel, Michael Rubinstein, Ce Liu und William T. Freeman auf einer Konferenz zur Bilderkennung in Hawaii. Der neunseitigen Studie zufolge (PDF) werden die Wasserzeichen so regelmäßig auf die unterschiedlichen Fotos aufgetragen, dass ein Algorithmus die überlagerten Bildbestandteile abschätzen und damit das Originalbild wiederherstellen kann.

Stellenmarkt
  1. IT-Koordinator*in Hard- und Softwareportfolio (m/w/d)
    Rehabilitationszentrum Rudolf-Sophien-Stift gGmbH, Stuttgart
  2. Head of IT/IT-Leiter (m/w/d)
    Sanner GmbH, Bensheim
Detailsuche

Die Wasserzeichen dienen eigentlich dazu, die nicht-lizenzierte Verwendung urheberrechtlich geschützter Bilder zu verhindern. Eine manuelle Entfernung ist schwierig, bisher vorgestellte Computerverfahren offenbar nicht zuverlässig.

Die Forscher untersuchten für die Studie Bildbestände von Agenturen wie Can-Stock, 123RF, Fotolia oder Adobe Stock. Ein paar hundert Bilder hätten jeweils ausgereicht, um die Bestandteile des Wasserzeichens identifizieren und als Maske aus dem Bild herauslösen zu können. Das sei "nahezu perfekt" möglich, heißt in dem Papier. Eine andere Position des Wasserzeichens oder eine veränderte Transparenz, beziehungsweise Farbe hätten keinen Einfluss auf die Funktion des Algorithmus.

Geometrische Veränderungen hilfreich

Das heißt jedoch nicht, dass sichtbare Wasserzeichen als Schutz gänzlich ungeeignet würden, wenn der Google-Algorithmus frei verfügbar wäre. Die Forscher gaben Hinweise, wie Agenturen ihre Bilder künftig besser schützen könnten.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Am wirkungsvollsten hätten sich dabei leichte geometrische Veränderungen der Wasserzeichen-Logos erwiesen. Dabei reichten Störungen von einem halben oder einem Pixel aus. Zwar könnten auch solche Logos erkannt werden, doch sie ließen sich mit dem entwickelten Algorithmus nicht mehr so gut entfernen. Größere Veränderungen machten die Wiederherstellung der Bilder noch schwerer, schrieben die Forscher in einem Blogbeitrag. Auch wenn sie nicht garantieren könnten, dass eine solche Randomisierung nicht geknackt werden könnte, mache sie den Angriff auf Bildersammlungen grundsätzlich schwerer.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
E-Scooter
Voi wird wegen angeblich unbegrenzter Fahrten abgemahnt

Mit einer Tages- oder Monatskarte des E-Scooter-Anbieters Voi sollen Nutzer so viel fahren können, wie sie wollen - können sie aber nicht.

E-Scooter: Voi wird wegen angeblich unbegrenzter Fahrten abgemahnt
Artikel
  1. Vidme: Webseiten blenden ungewollt Pornos ein
    Vidme
    Webseiten blenden ungewollt Pornos ein

    Eine Pornowebseite hat die verwaiste Domain eines Videohosters gekauft. Auf bekannten Nachrichtenseiten wurden daraufhin Hardcore-Pornos angezeigt.

  2. Intel, Playdate, Elektroautos: Elektro boomt, Verbrenner verlieren
    Intel, Playdate, Elektroautos
    Elektro boomt, Verbrenner verlieren

    Sonst noch was? Was am 23. Juli 2021 neben den großen Meldungen sonst noch passiert ist, in aller Kürze.

  3. Datenbank: Facebook braucht schon Jahre für MySQL-Update
    Datenbank
    Facebook braucht schon Jahre für MySQL-Update

    Das Update von MySQL 5.6 auf das aktuelle 8.0 laufe bei Facebook wegen vieler Probleme schon seit "einigen Jahren" und ist noch nicht fertig.

JEMWEBER 06. Aug 2018

Schnell und einfach kann man Wasserzeichnen für Bilder erstellen. Meiste Smartphones...

TrollNo1 21. Aug 2017

richtig sicher wirds erst, wenn man die Seite ofline nimmt. Bilder kann man doch in...

TrollNo1 21. Aug 2017

Zumindest bei den Nachrichten kann ich dich beruhigen, die sind teuer bezahlt

Rhino Cracker 21. Aug 2017

Gibt es den Algorithmus als De-Logo-Filter für AviSynth?

snadir 21. Aug 2017

Wait. What?!



  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • 30% Rabatt auf Amazon Warehouse • Asus TUF Gaming 27" FHD 280Hz 306,22€ • Samsung 970 Evo Plus 1TB 136,99€ • Gratis-Spiele im Epic Games Store • Alternate (u. a. be quiet Pure Wings 2 Gehäuselüfter 7,49€) • Philips 75" + Philips On-Ear-Kopfhörer 899€ • -15% auf TVs bei Ebay [Werbung]
    •  /