Bildbearbeitung: Adobe integriert neuen KI-Assistenten in Photoshop
Adobe erweitert die Bildbearbeitungssoftware Photoshop(öffnet im neuen Fenster) um weitere Funktionen auf Basis von künstlicher Intelligenz. Im Fokus steht die neue Funktion AI Assisted Editor. Das Werkzeug ergänzt den gewohnten Pro Editor und soll Bildanpassungen über Texteingaben in natürlicher Sprache ermöglichen. Etwas verwirrend: Der AI Assisted Editor befindet sich derzeit nur in der regulären Photoshop-Version (V27.10), nicht in der Photoshop Beta (V 27.11).
Beim Öffnen von Photoshop stehen nun zwei Bedieneroberflächen zur Auswahl: der neue AI Assisted Editor sowie der Pro Editor. Letzterer bietet die klassische Arbeitsumgebung mit manueller Kontrolle über Ebenen, Anpassungen und Werkzeuge. Der AI Assisted Editor richtet sich an weniger erfahrene Anwender und enthält eine Eingabeleiste für Textaufforderungen in natürlicher Sprache.
Eine vertikale Werkzeugleiste umfasst ferner sieben Funktionen: Prompt to Edit, Hintergrund entfernen, generatives Erweitern von Bildabmessungen, generatives Entfernen von Objekten, generatives Füllen, generatives Hochskalieren der Auflösung sowie AI Markup zur Bildannotation. Über Prompt to Edit lassen sich Bildelemente oder komplette Hintergründe durch Texteingaben in natürlicher Sprache anpassen.
Werkzeuge für präzise Anpassungen und Maskierungen
Zudem kündigte Adobe drei Werkzeuge für präzisere Bearbeitungen an. Eine Ebene zur Lichtanpassung bietet Regler für Belichtung, Kontrast, Lichter, Schatten sowie Weiß- und Schwarzwerte. Die Funktion Instruct Edit mit Masken ermöglicht es, Änderungen innerhalb maskierter Bereiche per Textbeschreibung festzulegen, etwa das Öffnen geschlossener Augen oder das Aufsetzen eines Hutes bei einer bestimmten Person.
Mit dem Markup-Werkzeug zeichnen Anwender direkt auf ein Bild, um dem KI-System visuelle Anweisungen zu geben. Eine eingezeichnete Markierung oder ein Pfeil auf ein bestimmtes Objekt vermitteln die gewünschten Bearbeitungsschritte direkt im Bildbereich. Laut Adobe vermeidet diese visuelle Eingabe Missverständnisse, die bei reinen Textanweisungen entstehen könnten.
In den vergangenen Monaten führte Adobe bereits mehrere KI-Funktionen ein. Im März erschien etwa ein KI-Assistent für Befehle in natürlicher Sprache, gefolgt von der Integration in Photoshop, Premiere Pro, Indesign, Illustrator und Frame.io im Juni. Anfang des Monats kooperierte Adobe mit OpenAI zur Integration von Bearbeitungsfunktionen in ChatGPT.
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