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Bilanzskandal: Toshiba-Chef Tanaka zurückgetreten

Das Management des japanischen Elektronikkonzerns Toshiba wusste laut einem Gutachten von geschönten Zahlen in der Firmenbilanz. Nun muss auch Konzernchef Tanaka zurücktreten.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Hisao Tanaka
Hisao Tanaka (Bild: Toru Hanai/Reuters)

Ein spektakulärer Bilanzskandal beim japanischen Konzern Toshiba zieht personelle Konsequenzen nach sich. Toshiba-Chef Hisao Tanaka sowie zwei weitere Topmanager treten zurück, wie der Konzern am 21. Juli 2015 mitteilte. Eine interne Untersuchung hatte ergeben, dass Toshiba in den vergangenen sechs Jahren seinen Gewinn vor Steuern um mindestens 152 Milliarden Yen (1,1 Milliarden Euro) zu hoch ausgewiesen hatte.

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Mit unrealistischen Vorgaben habe das Management seine Angestellten systematisch unter Druck gesetzt, hieß es. Der Skandal ist der größte in Japan seit 2011.

Krise im Topmanagement

Neben Tanaka müssen auch sein Vize Norio Sasaki sowie der frühere Präsident Atsutoshi Nishida ihre Ämter niederlegen. Bis ein Nachfolger für Tanaka gefunden ist, wird Chairman Masashi Muromachi das 140 Jahre alte Unternehmen führen. Toshiba stellt diverse elektronische Produkte her, baut aber auch Atomkraftwerke.

Toshiba hatte im April erstmals Probleme in der Buchhaltung eingeräumt. Im Juni berichtete der Konzern dann, er müsse seinen operativen Gewinn für die Jahre 2009 bis 2013 um insgesamt 54,8 Milliarden Yen (rund 400 Millionen Euro) nach unten korrigieren. Dem Wall Street Journal zufolge ist der Berichtigungsbedarf aber inzwischen weiter gestiegen. Danach soll Toshiba seinen Gewinn um mindestens 150 Milliarden Yen (1,1 Milliarden Euro) aufgebläht haben.

Die japanische Technologiebranche war erst 2011 von einem gewaltigen Bilanzbetrug bei Olympus erschüttert worden. Bei der Traditionsfirma waren Anlageverluste von am Ende 117,7 Milliarden Yen (damals über eine Milliarde Euro) mehr als ein Jahrzehnt lang durch überhöhte Preise bei mehreren Übernahmen verschleiert worden.

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