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Bigsky SF-2U870: Sifive zeigt eigenen RISC-V-Server

Mit 32 Kernen und Cuda soll die RISC-V-Plattform für KI-Server interessant sein. Fertigung in einem älteren Prozess soll den Preis attraktiv machen.
/ Johannes Hiltscher
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Zwei Bigsky-Server in einem Rack (Bild: Sifive)
Zwei Bigsky-Server in einem Rack Bild: Sifive

RISC-V-Server-Prozessoren wurden zwar jahrelang angekündigt, fertig wurde aber keiner. Ganz ohne großartige Vorankündigung hat hingegen Sifive seine Entwicklungsplattform Bigsky SF-2U870 vorgestellt(öffnet im neuen Fenster). Dabei handelt es sich um einen 2-HE-Server (zwei Höheneinheiten). Bestückt ist er mit einem selbst entworfenen Prozessor mit 32 Kernen. Im Vergleich zu AMDs Zen6-Epycs oder Intels Diamond Rapids ist das wenig, dennoch evaluieren aktuell laut Sifive große Hyperscaler, Soft- und Hardwareunternehmen die Plattform.

Der verbaute Chip nutzt Sifives P807-D-Kerne, eine Überarbeitung des 2023 vorgestellten P870. Die Mikroarchitektur ist dabei identisch, es wurden aber zusätzlich RAS-Funktionen (Reliability, Availability and Servicability(öffnet im neuen Fenster)) ergänzt. Durch die Nutzung einer AMBA-CHI-Bridge (ARMs Coherent Hub Interface) können zudem bis zu 256 statt 32 Kerne beim P870 in einen Chip integriert werden.

Gefertigt wird der Prozessor in TSMCs N6-Prozess, was ihn verhältnismäßig günstig machen sollte. Allerdings takten die Kerne nur mit 2 GHz, die verbauten 256 GByte DDR5-Speicher sind mit nur 5.600 MT/s angebunden. Dazu gibt es insgesamt 64 PCIe-Gen5-Lanes, in der Evaluationsplattform kann eine GPU mit doppelter Höhe verbaut werden.

Enterprise-Linux und Cuda-Support

Entsprechend finden in dem Server Workstation-GPUs Platz. Grundsätzlich sollten Modelle von AMD funktionieren, sicher allerdings Nvidia-GPUs.

Denn ein gutes Jahr nach Ankündigung portierten Nvidia und Sifive zudem Cuda für RISC-V. Nvidias Programmierumgebung soll auf dem SF-2U870 bereits nutzbar sein, die Schnittstelle Nvlink unterstützt der verbaute Chip aber noch nicht.

Über die Anforderungen der Cuda-Portierung an RISC-V-Plattformen sprach Nvidia im Rahmen der Konferenz Hot Chips(öffnet im neuen Fenster). Hierzu zählen neben RVA23-Profil auch ACPI-Unterstützung und PCIe-Kohärenz. Letzteres erleichtert Programmierern die Arbeit, da sie bei Zugriffen auf Gerätespeicher nicht manuell Cache-Inhalte invalidieren müssen. Auch erwartet Nvidia Unterstützung für direkte Zugriffe zwischen PCIe-Geräten (PCIe Peer-to-Peer).

Neben Cuda ist auch das sonstige Softwareökosystem laut Sifive bereit für den Einsatz in Rechenzentren: Die Plattform wird sowohl von Ubuntu 26.04 als auch Red Hat Enterprise Linux 10 (RHEL) direkt unterstützt. Nach eigenen Angaben stellt Sifive die Bigsky-Plattform aktuell in kleineren Stückzahlen her, konzipiert ist sie für Entwickler. Die Nachfrage sei allerdings größer als das Angebot, Interessenten sollen sich an Sifives Verkaufsteam wenden.


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