Abo
  • IT-Karriere:

Big Four: Kundendaten von Deloitte offenbar gehackt

Eine der größten Unternehmens- und Buchhaltungsfirmen weltweit ist einem Bericht zufolge gehackt worden. Ein unzureichend gesicherter Admin-Account soll Zugriff auf mehrere Millionen E-Mails mit privaten Kundendaten ermöglicht haben.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Beratungsfirma Deloitte wurde offenbar gehackt.
Die Beratungsfirma Deloitte wurde offenbar gehackt. (Bild: Bjørn Erik Pedersen)

Die Consulting- und Buchhaltungsberatungsfirma Deloitte ist offenbar gehackt worden. Nach Angaben des britischen Guardian ist es Angreifern gelungen, auf vertrauliche Informationen von Deloitte-Kunden zuzugreifen - wohl auch, weil das Unternehmen wichtige Accounts nicht per Zwei-Faktor-Authentifizierung abgesichert habe.

Stellenmarkt
  1. LORENZ Life Sciences Goup, Frankfurt am Main
  2. Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG, Neckarsulm

Nach Angaben der britischen Zeitung wurden mindestens sechs Kunden von Deloitte bereits über den Einbruch informiert. Das Unternehmen stelle weitere Ermittlungen an. Es handele sich um Blue-Chip-Firmen, also Unternehmen von enormer Größe, deren Aktien weltweit gehandelt werden. Die betroffenen Unternehmen kämen aus dem gesamten Spektrum von Deloitte und seien im Bankenwesen, im Medienbereich und im Pharmasektor aktiv. Auch Regierungsbehörden könnten betroffen sein.

Den Angreifern soll es gelungen sein, über einen Zugang mit Administratorrechten auf den Mailserver von Deloitte zuzugreifen. Dadurch hätten sie einen unlimitierten Zugang "in alle Bereiche" bekommen. Dieser Account soll nur über ein Passwort abgesichert gewesen sein und nicht zusätzlich mit Hardwareschlüssel oder einer Authenticator-App. Deloitte verwendet nach Angaben des Guardian Microsofts Azure-Cloud-Dienst, um E-Mails zu verwalten und zu speichern. Der Angriff hat der Zeitung zufolge "vor allem" auf US-Kunden abgezielt.

Zahlreiche private Informationen könnten betroffen sein

Zu den durch den Hack einsehbaren Informationen sollen IP-Adressen, "Architektur-Diagramme" für Geschäfts- und Gesundheitsinformationen sowie Nutzernamen und Passwörter gehören. Sollten wirklich Passwörter im Klartext gespeichert worden sein, wäre dies grob fahrlässig und dürfte hohe Schadenersatzforderungen nach sich ziehen. Einige der E-Mails sollen außerdem Anhänge mit vertraulichen Informationen enthalten haben.

Der Hack ist dem Unternehmen dem Guardian zufolge seit April bekannt, am 27. April wurde nach Informationen der Zeitung die US-Anwaltskanzlei Hogan Lovells LLC angeheuert, um "einen möglichen Cybersecurity-Vorfall" zu untersuchen. Deloitte selbst hat den Hack grundsätzlich bestätigt. Dem Guardian sagte das Unternehmen, es seien nur wenige Kunden betroffen.

Rund fünf Millionen E-Mails seien bei Cloud-Diensten gespeichert und somit potenziell von dem Angriff betroffen. Die Untersuchungen hätten demnach gezeigt, dass "keine Unterbrechung von Geschäften bei Deloitte-Kunden stattgefunden habe". Auch die Fähigkeiten von Deloitte selbst zur Ausübung des eigenen Geschäfts seien nicht beeinträchtigt gewesen. Deloitte gibt laut Guardian an, dass nur auf "einen kleinen Bruchteil" der grundsätzlich verfügbaren Informationen zugegriffen worden sei, nennt aber keine weitere Basis für diese Einschränkung. Für eine telefonische Stellungnahme war das Unternehmen kurzfristig nicht erreichbar.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 98,00€ (Bestpreis!)
  2. 469,00€
  3. 92,90€ (Bestpreis!)
  4. bis zu 85% reduziert

User_x 27. Sep 2017

Stimmt, grad bei denen mal vorbeigeschaut. Boah tragen die aber mal Fett Dick auf. Noch 2...

mziegler 26. Sep 2017

oder vielleicht eher eine Unternehmensberatung "Eine der größten Unternehmens- und...

ML82 26. Sep 2017

ende zu ende verschlüsselung zwar auch schlimm (meta daten) aber wenigstens nicht...


Folgen Sie uns
       


Sechs Bluetooth-Hörstöpsel im Test

Wir haben sechs neue Bluetooth-Hörstöpsel getestet. Mit dabei sind Modelle von Sennheiser, Audio Technica, Master & Dynamic sowie HMD Global. Aber auch zwei Modelle kleinerer Startups sind vertreten. Und eines davon hat uns bezüglich der Akkulaufzeit sehr überrascht. Kein anderer von uns getesteter Bluetooth-Hörstöpsel hat bisher eine vergleichbar lange Akkulaufzeit zu bieten - wir kamen auf Werte von bis zu 11,5 Stunden statt der sonst üblichen drei bis fünf Stunden.

Sechs Bluetooth-Hörstöpsel im Test Video aufrufen
Adblock Plus: Adblock-Filterregeln können Code ausführen
Adblock Plus
Adblock-Filterregeln können Code ausführen

Unter bestimmten Voraussetzungen können Filterregeln für Adblocker mit einer neuen Funktion Javascript-Code in Webseiten einfügen. Adblock Plus will reagieren und die entsprechende Funktion wieder entfernen. Ublock Origin ist nicht betroffen.
Von Hanno Böck

  1. Urheberrecht Axel-Springer-Verlag klagt erneut gegen Adblocker
  2. Whitelisting erlaubt Kartellamt hält Adblocker-Nutzung für "nachvollziehbar"
  3. Firefox Klar Mozilla testet offenbar Adblocker

Online-Banking: In 150 Tagen verlieren die TAN-Zettel ihre Gültigkeit
Online-Banking
In 150 Tagen verlieren die TAN-Zettel ihre Gültigkeit

Zum 14. September 2019 wird ein wichtiger Teil der Zahlungsdiensterichtlinie 2 für die meisten Girokonto-Kunden mit Online-Zugang umgesetzt. Die meist als indizierte TAN-Liste ausgegebenen Transaktionsnummern können dann nicht mehr genutzt werden.
Von Andreas Sebayang

  1. Banking-App Comdirect empfiehlt, Sicherheitswarnung zu ignorieren

Fitbit Versa Lite im Test: Eher smartes als sportliches Wearable
Fitbit Versa Lite im Test
Eher smartes als sportliches Wearable

Sieht fast aus wie eine Apple Watch, ist aber viel günstiger: Golem.de hat die Versa Lite von Fitbit ausprobiert. Neben den Sport- und Fitnessfunktionen haben uns besonders der Appstore und das Angebot an spaßigen und ernsthaften Anwendungen interessiert.
Von Peter Steinlechner

  1. Smartwatch Fitbit stellt Versa Lite für Einsteiger vor
  2. Inspire Fitbits neues Wearable gibt es nicht im Handel
  3. Charge 3 Fitbit stellt neuen Fitness-Tracker für 150 Euro vor

    •  /