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Big Brother Awards: Negativpreis für Berliner Verkehrsbetriebe und Change.org

Die Preisträger für die Big Brother Awards 2016 stehen fest. Mit den BVG wird er zum ersten Mal einem Verkehrsbetrieb verliehen; die kritische Berichterstattung von Golem.de dazu wurde in der Laudatio erwähnt. In der Kategorie Wirtschaft bekommt eine Kampagnenplattform die Antiauszeichnung. Endlich erhält ihn auch der Verfassungsschutz - für sein Lebenswerk.

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Die diesjährige Negativauszeichnung geht an IBM, die BVG und den Verfassungsschutz.
Die diesjährige Negativauszeichnung geht an IBM, die BVG und den Verfassungsschutz. (Bild: Heiko Sakurai/Big Brother Awards)

Die Oscars für Datenkraken, so die Selbstbeschreibung der Big Brother Awards, gehen im Jahr 2016 an den Verfassungsschutz, Change.org, die Berliner Verkehrsbetriebe BVG, die Generali-Versicherung und IBM. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV), bekommt dabei den sogenannten Lifetime-Award. Hervorgehoben wird damit das Lebenswerk der Behörde, die bisher zum Erstaunen der Jury noch keinen Big Brother Award erhalten hat. Begründungen sind systematische Verstöße gegen Grundrechte, die Verstrickungen in die Neonaziszene und das Vertuschen illegaler Praktiken. Der Anlass ist das 65. Jubiläum des BfV - rechtzeitig zum Eintritt ins Pensionsalter, wie Laudator Rolf Gössner anmerkt. Er wurde selbst fast 40 Jahre lang vom BfV überwacht.

Ein Unternehmen namens Change.org

Inhalt:
  1. Big Brother Awards: Negativpreis für Berliner Verkehrsbetriebe und Change.org
  2. Der Preis gilt auch anderen Einsätzen des E-Tickets

Eigentlich Gutes hat das Portal Change.org im Sinn - sollte man meinen. Das sehen die Jury-Mitglieder des Big Brother Awards allerdings anders und verleihen ausgerechnet in der Kategorie Wirtschaft und nicht etwa in Politik ihren Antipreis. Denn Change.org sei als Kampagnenplattform ein Wirtschaftsunternehmen und vermarkte personenbezogene Daten der Unterzeichnenden in Verbindung mit deren politischer Einstellung, so der Vorwurf. Kritisch sieht die Jury zudem, dass die Daten der politisch und gesellschaftlich Aktiven in den USA gespeichert werden.

Den Preis in der Kategorie Technik erhält erstmals ein Verkehrsunternehmen. Die Berliner Verkehrsbetriebe, BVG, werden für den Einsatz der VBB-Fahrcard ausgezeichnet. Begründung ist hier vor allem, dass die BVG das Vertrauen der Fahrgäste verspielte, indem sie erst behauptete, es sei technisch unmöglich, Bewegungsprofile zu erstellen. Später musste sie dies zurücknehmen - der Missstand wurde erst durch den Fahrgastverband IGEB berichtet und durch Recherchen von Golem.de vertieft: Tatsächlich war die Möglichkeit des Erstellens von Bewegungsprofilen von Anfang an vorgesehen. Die BVG behauptet allerdings bis heute, dass es "weder technisch noch organisatorisch möglich [ist], Bewegungsprofile auf der Karte oder im System zu speichern". "Die Fahrgäste waren ahnungslos. Und ohne den Berliner Fahrgastverband IGEB und das Online-Magazin Golem.de wären sie es vermutlich bis heute", hieß es in der Laudatio der Big Brother Awards.

Der Preis gilt auch anderen Einsätzen des E-Tickets 
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a1e 26. Apr 2016

Moin, auch bei den Verkehrsbetrieben arbeiten Leute, die die gesamte Technik nicht...

TheUnichi 25. Apr 2016

Na Berlin hat z.G. eine Menge Busse. Das kannst du so oder so, immer. Ich habe in 11...

tingelchen 25. Apr 2016

Zumindest bei Google weiß man das die mit den Daten handeln. Die sind schließlich deren...

Kein Kostverächter 25. Apr 2016

Viele Organisationen finanzieren solche Plattformen normalerweise durch Geld- oder...

fg (Golem.de) 24. Apr 2016

Hallo, vielen Dank für Hinweis. Wir haben den Fehler korrigiert. F. Greis Golem.de


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