Big Bird: Elektrospeedboot erreicht über 180 km/h auf dem Wasser
Ein Studententeam der Princeton University(öffnet im neuen Fenster) hat das elektrische Speedboot Big Bird auf eine Geschwindigkeit von 183 km/h beschleunigt und übertraf damit den bisherigen Rekord von 142,6 km/h aus dem Jahr 2017.
Gefahren wurde das Boot von John Peeters, einem professionellen Rennfahrer, der den Big Bird auf den Lake Townsend in Greensboro, North Carolina, für die Rekordfahrt übernahm. Die Strecke ist nur einen Kilometer lang.
Big Bird ist kein gewöhnliches Elektroboot. Der Rumpf ist vor 31 Jahren ursprünglich für Geschwindigkeitsfahrten mit Benzin-Außenbordern gebaut worden. Die Studenten haben das Boot mit einem modifizierten 200-PS-Elektromotor von Flux Marine nachgerüstet. Das mit Akku 590 kg schwere Boot soll bis zu 193 km/h erreichen können, doch das klappte aufgrund eines Defekts an der Antriebswelle dieses Mal nicht.
Das Ziel sind 240 km/h auf dem Wasser
Das Princeton-Team arbeitete eng mit dem kalifornischen Unternehmen Black Sheep Racing zusammen und nutzte dessen Fachwissen, um den Rumpf von Big Bird für den Elektroantrieb zu optimieren. Das Ziel ist es, mit neuem Rumpf und neuem Akku auf 240 km/h zu kommen.
Der Erfolg von Princeton beflügelt die Begeisterung für das elektrische Schnellbootfahren. Mit Geschwindigkeiten von über 100 Meilen pro Stunde (160 km/h) kann der Elektroantrieb nun mit Benzin-Außenbordern konkurrieren. Das Team geht davon aus, dass sich die Innovation rasch entwickeln wird und rechnet bis 2024 mit einem Dutzend Elektrobooten, die schneller sind als 160 km/h pro Stunde.
Boote wie Big Bird sind keine reinen wissenschaftlichen Experimente, sondern verdeutlichen das ungenutzte Leistungspotenzial elektrischer Schiffsantriebe.
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