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Big Bessie: Erneut Feuer in einem Netzspeicher von Tesla

In einem australischen Netzspeicher ist ein Akku -Modul von Tesla in Brand geraten. Der Hersteller hat 2022 die Chemie der Megapacks geändert.
/ Werner Pluta
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Netzspeicher Big Bessie im Juni 2023 (Bild: Genex Power)
Netzspeicher Big Bessie im Juni 2023 Bild: Genex Power

In einem Netzspeicher im Süden Australiens ist ein Feuer ausgebrochen. Die Ursache ist noch nicht bekannt. Die Polizei geht aber nicht von Brandstiftung aus.

In dem Netzspeicher mit dem Spitznamen Big Bessie (von: Battery Energy Storage System, Bess) im australischen Bundesstaat Queensland sei ein Speichermodul in Brand geraten, berichtete der australische Fernsehsender ABC(öffnet im neuen Fenster) . Augenzeugen hätten von lauten Knallen, farbigen Flammen und dem Geruch nach verbranntem Plastik erzählt.

Die Feuerwehr ließ das Speichermodul kontrolliert abbrennen. Das sei auf Anweisung des Herstellers Tesla geschehen, teilte die Feuerwehr dem Sender mit. Sie riet Anwohnern, zu Hause zu bleiben und die Fenster zu schließen. Es bestehe aber kein Grund zur Sorge.

Netzspeicher sollte im Oktober in den Vollbetrieb gehen

Die Anlage des Energieversorgers Genex Power soll Strom aus nahegelegenen Wind- und Solarparks speichern. Sie ging erst Ende Juni ans Netz und befand sich noch in der Phase der Inbetriebnahme. Diese sollte im kommenden Monat abgeschlossen werden.

Netzspeicher in Australien – Tesla
Netzspeicher in Australien – Tesla (00:44)

Big Bessie besteht aus 40 Megapack-2.0-Modulen , die Tesla im März dieses Jahres lieferte. Jedes Modul hat eine Speicherkapazität von jeweils 3 MWh. Insgesamt hat Big Bessie laut Genex(öffnet im neuen Fenster) eine Kapazität von 100 MWh und eine Leistung von 50 MW.

Es ist nicht das erste Megapack, das Feuer fing: Im Juli 2021 brach ein Feuer in der Victorian Big Battery aus . Ursache war seinerzeit ein Leck im Kühlsystem. Bei dem Feuer, das vier Tag lang brannte , wurden zwei der Megapacks zerstört.

Im vergangenen Jahr änderte Tesla die Zusammensetzung der Speichermodule: Die aktuellen Modelle nutzen Lithium-Eisen-Phosphat-Akkuzellen (LFP). Diese sollen weniger feueranfällig sein als die alten Lithium-Nickel-Mangan-Kobalt-Oxid-Zellen (NMC).


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