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Bieterschlacht landet vor Gericht: Paramount klagt wegen Netflix-Übernahme gegen Warner Bros.

Mithilfe eines Gerichts will Paramount Warner Bros. Discovery zwingen, Auskünfte zur geplanten Netflix-Übernahme zu geben.
/ Ingo Pakalski
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Paramount will die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Netflix verhindern. (Bild: Dado Ruvic/Reuters)
Paramount will die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Netflix verhindern. Bild: Dado Ruvic/Reuters

Paramount kämpft weiter um Warner Bros. Discovery und will das Unternehmen weiterhin komplett übernehmen. Nach Angaben von Paramount-CEO David Ellison wurde am Bezirksgericht Delaware Klage gegen Warner Bros. Discovery eingereicht, um das Unternehmen zu zwingen, Details zum Vertrag mit Netflix zu nennen.

Mit diesem Schritt will Ellison erreichen, dass Aktionäre von Warner Bros. Discovery Details aus dem Übernahmeangebot von Netflix erfahren, unter anderem, wie der Wert der Transaktion bemessen wurde. Zudem will Paramount Direktoren für den Vorstand von Warner Bros. Discovery nominieren, die dann gegen die Übernahme durch Netflix stimmen sollen, heißt es in einem Schreiben an Aktionäre von Warner Bros. Discovery(öffnet im neuen Fenster) .

Am 5. Dezember 2025 bestätigte Netflix die geplante Übernahme eines Teils von Warner Bros. Discovery offiziell , nachdem am gleichen Tag erste Presseberichte zur geplanten Übernahme erschienen waren. Paramount zeigte sich verwundert darüber, dass Warner Bros. Discovery nicht auf ein Angebot von Paramount vom 4. Dezember 2025 reagiert und auch nicht mit Paramount verhandelt hatte.

Bieterwettstreit um Warner Bros. Discovery geht weiter

Netflix will für das Film- und Streaminggeschäft von Warner Bros. Discovery 82,7 Milliarden US-Dollar zahlen, Paramount bietet mit 108,4 Milliarden US-Dollar mehr, will dafür aber Warner Bros. Discovery komplett übernehmen – also auch mit dem TV-Geschäft, einschließlich des Nachrichtensenders CNN.

Vor einigen Tagen lehnte der Vorstand von Warner Bros. Discovery ein überarbeitetes Angebot von Paramount ab . Damit hält das Hollywoodstudio weiter am bereits unterzeichneten Kaufvertrag mit Netflix fest.

Larry Ellison will mit einer Summe von 40 Milliarden US-Dollar für eine Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount bürgen. Zudem würde Paramount die Vertragsstrafe von 5,8 Milliarden US-Dollar übernehmen, falls die Netflix-Übernahme nicht zustande kommt.

Warner Bros. Discovery bleibt beim Netflix-Vertrag

Das aktuelle Angebot von Paramount genügt dem Vorstand von Warner Bros. Discovery aber nicht, es wird als "unzureichend" eingestuft. Hinter dem Angebot stünden zu viele Ungewissheiten, und für die Aktionäre von Warner Bros. Discovery entstünden hohe Risiken und Kosten, hieß es. Es bestünden Zweifel daran, dass eine Übernahme durch Paramount erfolgreich durchgeführt werden könne.

"Warner Bros. Discovery hat immer neue Gründe genannt, um eine Transaktion mit Paramount zu vermeiden, aber was es nie gesagt hat, weil es das nicht kann, ist, dass die Netflix-Transaktion finanziell unserem tatsächlichen Angebot überlegen ist" , erklärte David Ellison in einem Brief an Aktionäre von Warner Bros. Discovery.


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